Das Jahr 2025 war das Jahr der „Infrastruktur statt Hype”. Am schnellsten wuchsen Projekte, die Zahlungen und Onboarding vereinfachen, Schienen für Stablecoins und Tokenisierung bauen sowie Sicherheitslücken schließen. Vor diesem Hintergrund stieg die Kapitalisierung von Stablecoins laut Schätzungen von Branchenberichten deutlich an und erreichte bis Dezember etwa 306 Milliarden US-Dollar. Dabei schätzen die Analysten von Artemis den jährlichen Onchain-Settlement von Stablecoins auf etwa 26 Billionen US-Dollar (nach Bereinigung um „Rauschen”) – dies erklärt, warum rund um Stablecoins ein neuer „Startup-Boom” entstanden ist.
1) Privy (Onboarding und Wallets als Service)
Einer der bemerkenswertesten Erfolge des Jahres ist die Infrastruktur für integrierte Wallets und die Anmeldung bei web3. Privy hat im Frühjahr zusätzliche Finanzmittel eingeworben und wurde bereits im Juni von Stripe gekauft – ein seltener Fall, in dem ein web2-Gigant die web3-Infrastruktur für sich beansprucht.
2) Plasma (Blockchain „für Stablecoins”)
Während die „universellen“ L1/L2 über TPS diskutierten, begannen einzelne Teams mit dem Aufbau von Netzwerken, die auf einen einzigen Schlüsselbereich ausgerichtet waren: Stablecoins und Zahlungen. Plasma hat eine Finanzierungsrunde für die Entwicklung einer Stablecoin-orientierten Blockchain und einer Zahlungsinfrastruktur abgeschlossen.
3) Coinflow (Stablecoin-Zahlungen für Unternehmen)
Der Fokus liegt auf der einfachen Integration von Stablecoins in die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen. Coinflow hat 2025 eine bemerkenswerte Finanzierungsrunde für die Entwicklung einer Zahlungsplattform und B2B-Partnerschaften abgeschlossen.
4) Speed (Lightning-Zahlungen: BTC + Stablecoins)
Parallel zur „Stablecoin-Autobahn” hat sich auch Lightning als schnelles Zahlungssystem etabliert. Speed hat 8 Millionen Dollar von Tether und Ego Death Capital für die Skalierung von Zahlungslösungen auf Lightning eingeworben.
5) Stable Sea (Stablecoin-Treasury und Crossborder)
Eine neue Welle – Dienste, die Stablecoins zu einer „Schatzkammer” für Unternehmen machen: Liquiditätsmanagement, internationale Überweisungen, Integration mit Fintech. Stable Sea hat eine Seed-Runde abgeschlossen und positioniert sich direkt als Infrastruktur für institutionelle Treasury-Operationen.
6) Block Street (Tokenisierung von Aktien: Execution Layer)
Im Jahr 2025 wurde die Tokenisierung öffentlicher Vermögenswerte erneut zum Thema – allerdings mit dem Schwerpunkt auf „Wie werden Transaktionen und Abrechnungen durchgeführt?“ und nicht auf Marketing. Block Street hat 11,5 Millionen Dollar für die Execution-Infrastruktur für Onchain-Aktien aufgebracht.
7) EigenCloud (Entwicklungsplattform rund um die Restaking-Idee)
Der Trend des Jahres – die Umwandlung von „Kryptosicherheit als Ressource” in ein Produkt für Entwickler. Eigen Labs fördert EigenCloud als Plattformschicht, in der Kryptoökonomie und Sicherheit Teil der Dev-Infrastruktur werden.
8) Hexagate / Security-as-a-Service (Signale, Überwachung, Prävention)
Vor dem Hintergrund zunehmender Angriffe profitieren diejenigen, die nicht „einmal pro Jahr ein Audit” verkaufen, sondern eine kontinuierliche Überwachung und Reaktion. Chainalysis hat 2025 Hexagate Security aktiv als separaten Bereich für Fonds und Ökosysteme beworben.
9) Crown (regionale Stablecoins und lokale Währungen)
Ein weiteres Zeichen für die Reife ist das Wachstum von Stablecoins, die an lokale Währungen gebunden sind. Crown (BRLV, brasilianischer Real) hat im Dezember 13,5 Millionen Dollar in Serie A bei einer angegebenen Bewertung von etwa 90 Millionen Dollar eingeworben.
Was Fixygen als wichtigsten Trend für die „nahe Zukunft” ansieht
Im Jahr 2026 ist logischerweise eine Beschleunigung dort zu erwarten, wo Kryptowährungen bereits mit traditionellen Währungen konkurrieren: Stablecoin-Zahlungen, „painless wallets”, Tokenisierung einfacher Instrumente (vor allem Geld und kurzfristige Anleihen) sowie Sicherheit und Compliance als obligatorischer Bestandteil des Produkts.