Ukrainische Käsehersteller verlieren trotz des Trends zu einem Rückgang der Außenhandelsvolumina weiterhin Marktanteile durch die Konkurrenz mit Importprodukten aus der EU, berichtete die Branchenanalyseagentur „Infagro“.
Dem Bericht zufolge wenden sich die Hersteller an den Staat mit der Bitte um Unterstützung, insbesondere durch die Ausweitung von Cashback-Programmen für einheimische Käsesorten und die Überprüfung der Steuerbelastung. Experten schätzen jedoch die Chancen für wesentliche Änderungen in der Steuerpolitik oder die Einführung von Importbarrieren als gering ein.
Als wirksamere Maßnahme nennen Analysten die Regulierung der Beziehungen zu Handelsketten, um die erheblichen Aufschläge der Einzelhändler zu senken, die sich auf den Endpreis der Produkte auswirken.
Nach Angaben der Agentur zeigt der Import von Käse derzeit sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis einen Rückgang, was mit dem Preisanstieg in Europa und den Währungsschwankungen zusammenhängt. Es wird erwartet, dass die Volumina der Außenbeschaffungen auch weiterhin nicht steigen werden.
„Trotz der schwierigen Marktlage zögern die ukrainischen Hersteller, ihre Basispreise zu senken. Wahrscheinlich befürchten sie, dass die Handelsketten nicht angemessen auf die Preissenkungen reagieren oder dass es in Zukunft schwierig sein wird, zum vorherigen Preisniveau zurückzukehren. Gleichzeitig können Käufer beim Kauf großer Produktmengen bereits mit erheblichen Rabatten rechnen“, fasste Infagro zusammen.