Das staatliche Unternehmen „Wälder der Ukraine“ hat seit Anfang 2026 dingliche Rechte an 1,6 Tausend Hektar Naturwald und Reserveflächen für forstwirtschaftliche Zwecke angemeldet, teilte der Pressedienst des staatlichen Unternehmens auf seinem Telegram-Kanal mit.
Dem Bericht zufolge handelt es sich um selbstbewaldete Flächen, die zuvor Gemeinden oder lokalen Verwaltungen gehörten, aber keinen offiziellen Status hatten und nicht genutzt wurden.
Die größten Flächen wurden von den Niederlassungen „Polissky Forest Office“ (611 Hektar in der Region Rivne) und „Central Forest Office“ (681 Hektar in der Region Cherkasy) registriert.
„In den ersten beiden Monaten des Jahres hat das Unternehmen Anträge auf die Registrierung von weiteren 4,7 Tausend Hektar gestellt, von denen bereits für mehr als 2 Tausend Hektar positive Entscheidungen getroffen wurden“, präzisierte „Forests of Ukraine“.
Das staatliche Unternehmen erinnerte daran, dass nach der Genehmigung der Unterlagen zur Landnutzung die Grundstücke dem Unternehmen zur dauerhaften Nutzung mit entsprechender Registrierung der Rechte übertragen werden.
Wie berichtet, gibt es in der Ukraine etwa 2 Millionen Hektar selbstbewaldete Gebiete, die auf natürliche Weise auf brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen entstanden sind, jedoch bleibt das Verfahren für ihre Übertragung an den Waldfonds schwierig. Gemäß dem Gesetz Nr. 5650 erfordert die Anerkennung eines Grundstücks als Wald die freiwillige Zustimmung der Gemeinden, die es oft vorziehen, diese Flächen an landwirtschaftliche Produzenten zur Bewirtschaftung zu verpachten, um schnelle Steuereinnahmen zu erzielen.
Das staatliche Unternehmen „Wälder der Ukraine” betonte, dass ohne eine offizielle Zuweisung an das staatliche Unternehmen die selbstgewachsenen Wälder ohne angemessene Pflege und Brandschutz bleiben. Die Registrierung der dinglichen Rechte ermöglicht es, diese Gebiete in das staatliche Überwachungssystem aufzunehmen und ihre Zerstörung durch die wirtschaftliche Tätigkeit von Privatpersonen und Gemeinden zu verhindern.
Nach den Ergebnissen des Jahres 2024 übertrugen die Gemeinden 24,6 Tausend Hektar solcher Flächen in staatliches Eigentum, und im Jahr 2025 wurden Rechte für weitere 9,5 Tausend Hektar registriert, von denen 2,5 Tausend Hektar direkt selbstgewachsene Wälder sind.