Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Menschen mit Blutgruppe A könnten ein höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall vor dem 60. Lebensjahr haben — Studie

25 Mai , 2026  

Menschen mit Blutgruppe A könnten ein etwas höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall im Alter von unter 60 Jahren haben, während dieses Risiko bei Menschen mit Blutgruppe O niedriger sein könnte. Darüber schreibt ScienceAlert unter Berufung auf eine Studie, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht wurde.

Die Studie basiert auf einer Metaanalyse von 48 genetischen Arbeiten aus Nordamerika, Europa und Asien. In die Stichprobe wurden 16.927 Menschen einbezogen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, sowie 576.353 Menschen ohne Schlaganfall. Die Wissenschaftler verglichen die genetischen Merkmale von Menschen mit frühem Schlaganfall, also vor dem 60. Lebensjahr, mit den Daten von Menschen, bei denen der Schlaganfall in einem späteren Alter aufgetreten war, sowie mit einer Kontrollgruppe.

Nach Anpassung nach Geschlecht und anderen Faktoren stellten die Forscher fest, dass Menschen mit Blutgruppe A ein um 16% höheres Risiko für einen frühen Schlaganfall hatten als Menschen mit anderen Blutgruppen. Bei Menschen mit Blutgruppe O war das Risiko hingegen um 12% niedriger.

Darüber hinaus zeigte die Studie, dass Menschen mit Blutgruppe B ein um etwa 11% höheres Schlaganfallrisiko im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Schlaganfall hatten. Im Unterschied zur Blutgruppe A, bei der der Zusammenhang besonders deutlich gerade für den frühen Schlaganfall war, wurde das erhöhte Risiko für Blutgruppe B unabhängig vom Alter festgestellt.

Auch die Blutgruppe AB wurde in die Analyse einbezogen, in den veröffentlichten Schlussfolgerungen der Studie jedoch nicht als wichtiger eigenständiger Risikofaktor für einen frühen Schlaganfall hervorgehoben. Den Schwerpunkt legten die Autoren auf die höhere Wahrscheinlichkeit eines frühen Schlaganfalls bei Menschen mit Blutgruppe A, das niedrigere Risiko bei Menschen mit Blutgruppe O und den zusätzlichen Zusammenhang der Blutgruppe B mit dem allgemeinen Schlaganfallrisiko.

Die Autoren betonen, dass diese Daten keine Panik auslösen sollten. Die Risikoerhöhung ist moderat, und die Blutgruppe selbst bedeutet nicht, dass ein Mensch zwangsläufig einen Schlaganfall erleiden wird. Die Forscher gehen davon aus, dass der Zusammenhang durch Mechanismen der Blutgerinnung bedingt sein könnte — die Funktion der Blutplättchen, den Zustand der Gefäßwand und zirkulierende Proteine, die die Bildung von Blutgerinnseln beeinflussen.

Eine wichtige Schlussfolgerung der Arbeit besteht darin, dass sich der Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Schlaganfall gerade bei frühen Schlaganfällen stärker zeigte als bei Schlaganfällen in höherem Alter. Dies könnte Wissenschaftlern helfen, besser zu verstehen, warum Schlaganfälle bei jungen Erwachsenen immer häufiger vorkommen und welche zusätzlichen biologischen Faktoren neben Blutdruck, Rauchen, Diabetes, Cholesterin, Fettleibigkeit und Lebensstil eine Rolle spielen könnten.

Für das Gesundheitssystem sind solche Studien nicht als Anlass zur Einführung eines Massenscreenings nach Blutgruppe wichtig, sondern als Schritt hin zu einer genaueren Prävention. Wenn weitere Arbeiten den Mechanismus des Zusammenhangs bestätigen, könnten Ärzte Risikogruppen unter jungen Patienten besser bestimmen und die Kombination erblicher Faktoren mit den üblichen Risikofaktoren aufmerksamer bewerten.

,