Oslo führt die Rangliste der teuersten europäischen Städte für Kurzurlaube im Jahr 2026 an. Laut einer Studie von Post Office Travel Money kostet ein touristischer Warenkorb mit 12 Standardausgaben für zwei Personen in der norwegischen Hauptstadt 850 Euro, was fast dreimal so teuer ist wie in der günstigsten Stadt der Rangliste – Sarajevo.
In der Studie wurden die Grundausgaben von Touristen für ein Wochenende berücksichtigt: Getränke, Abendessen, Transfer vom Flughafen, Nahverkehr, Eintrittskarten für Museen und Galerien sowie zwei Übernachtungen in einem Drei-Sterne-Hotel. Als Hauptgründe für die hohen Kosten in den teuren Städten werden die Preise für Unterkunft und Restaurants genannt.
Den zweiten Platz unter den teuersten Städten belegte Kopenhagen, wo der Warenkorb für Touristen auf 777 Euro geschätzt wird. Auf dem dritten Platz liegt Edinburgh mit 773,5 Euro. Es folgen Genf mit 746 Euro und Barcelona mit 742 Euro.
Die Top Ten der teuersten Urlaubsstädte Europas sieht wie folgt aus: Oslo – 850 Euro, Kopenhagen – 777 Euro, Edinburgh – 773,5 Euro, Genf – 746 Euro, Barcelona – 742 Euro, Dublin – 707 Euro, Amsterdam – 705 Euro, Cork – 697 Euro, Venedig – 672 Euro und Madrid – 672 Euro.
Das Ranking zeigt, dass hohe Urlaubskosten nicht nur für traditionell teure nordeuropäische Städte charakteristisch sind, sondern auch für beliebte Ziele des Massentourismus. Barcelona, Venedig, Amsterdam und Madrid sind nach wie vor gefragt, doch Überlastung, hohe Nachfrage nach Hotels und Restaurantpreise machen Kurztrips dorthin immer teurer.
Für Touristen bedeutet dies, dass die Reiseplanung an Bedeutung gewinnt. In teuren Städten kann schon eine kleine Preisänderung bei Hotels oder Restaurants das Gesamtbudget spürbar erhöhen. In erschwinglicheren Reisezielen haben Reisende mehr Freiheit – sie können länger bleiben, öfter auswärts essen und spontan Unterhaltungsangebote wählen.
Für die europäische Tourismusbranche ist die Schlussfolgerung klar: Der Markt für Kurzstrecken-Städtereisen teilt sich immer stärker in zwei Segmente auf. Das erste Segment bilden teure globale Marken wie Oslo, Genf, Barcelona, Amsterdam und Venedig. Das zweite Segment bilden erschwinglichere Städte in Ost- und Südosteuropa, wo Touristen ein ähnliches City-Break-Erlebnis für deutlich weniger Geld erhalten.