12 Februar , 2026
Im staatlichen „Online-Archiv“-System seien bereits über 20 Mio. digitalisierte Dokumente zusammengetragen worden, in denen Nutzerinnen und Nutzer mithilfe von Schlüsselwörtern nach Materialien suchen können, sagte der Leiter des Staatlichen Archivdienstes der Ukraine, Anatolii Khromov, in einem Exklusivinterview für das Ressort „Kultur“ der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine.
„Es wurde 2022 präsentiert, und inzwischen sind im System bereits über 20 Millionen digitalisierte Dokumente enthalten, in denen man nach Schlüsselwörtern suchen kann“, sagte Khromov.
Seinen Angaben zufolge hat die Digitalisierung des Archivsystems mehrere Ebenen. Die erste sei der grundlegende Zugang in Lesesälen, wo Besucherinnen und Besucher mit den Materialien arbeiten und Fotos der Dokumente mit dem eigenen Telefon machen können. Die zweite Ebene sei die professionelle Digitalisierung unter Einsatz spezieller Scanner und Software, die erhebliche Ressourcen erfordert und über Partnerschaftsabkommen sowie einen Sonderfonds der Archive finanziert wird.
Khromov betonte außerdem, dass heute praktisch alle staatlichen Archive eigene Websites haben und im System zwischenarchivische Suchportale betrieben werden, die es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, Informationen aus der Ferne zu finden.
Gesondert hob er den Übergang der Archive zu einem dienstleistungsorientierten Zugangsmodell hervor: Grundlegende Möglichkeiten für Nutzerinnen und Nutzer bleiben kostenlos, zusätzliche Leistungen seien jedoch wegen des Ressourcenbedarfs kostenpflichtig.
„Kostenlos kann man in den Lesesälen arbeiten, Materialien online einsehen und eigene digitale Kopien anfertigen. Wenn jedoch eine professionelle Scan-Kopie, eine amtliche Beglaubigung oder eine spezielle Ausfertigung von Dokumenten benötigt wird, ist das bereits ein gesondertes Verfahren, das Ressourcen erfordert“, erläuterte der Leiter des Archivdienstes.
Er präzisierte, dass die kostenlosen Optionen unter anderem die Arbeit im Lesesaal und das eigenständige Kopieren umfassen, dafür müsse eine Person jedoch physisch ins Archiv kommen. Das дистанционное Kopieren könne seinen Worten zufolge ориентировочно etwa rund 5 Hrywnja pro Blatt kosten, was für viele bequemer und günstiger sei als Reisekosten.
Nach Angaben Khromovs haben digitale Instrumente und der Ausbau des Online-Zugangs in Kriegszeiten auch eine sicherheitsrelevante Bedeutung: Digitale Kopien ermöglichen es, die physische Nutzung der Originale zu reduzieren und sie in Depots aufzubewahren, wodurch das Risiko einer Beschädigung der Dokumente minimiert wird.
Quelle — Interfax-Ukraine
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