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Das weltweite persönliche Vermögen ist um 10,8% gestiegen, verteilt sich jedoch immer ungleichmäßiger

2 Juli , 2026  

Das weltweite Privatvermögen stieg im Jahr 2025 in US-Dollar um 10,8 % – das war die schnellste Wachstumsrate der letzten Jahre, wie aus dem neuen „Global Wealth Report 2026“ der Schweizer Bank UBS hervorgeht.

Das Wachstum lag deutlich über den Werten der Vorjahre: Im Jahr 2024 stieg das weltweite Privatvermögen um 4,6 %, im Jahr 2023 um 4,2 %. Die UBS führt diese Beschleunigung auf das Wachstum der Finanzmärkte, den Wertzuwachs nichtfinanzieller Vermögenswerte sowie den Währungsfaktor zurück – die Abschwächung des US-Dollars hat die in Dollar bewerteten Vermögenswerte außerhalb der USA aufgewertet.

Am stärksten stieg das Vermögen im Jahr 2025 in der Region Europa, Naher Osten und Afrika – um 17,5 %. In Nord- und Südamerika betrug das Wachstum 8,5 %, im asiatisch-pazifischen Raum 5,9 %.

Bei der durchschnittlichen Vermögenshöhe pro Erwachsenem liegt die Schweiz mit 910.382 US-Dollar an der Spitze. Es folgen die USA mit 696.277 US-Dollar, Luxemburg mit 654.732 US-Dollar, Hongkong mit 648.267 US-Dollar und Australien mit 616.306 US-Dollar. Dieser Indikator hängt jedoch stark von der Konzentration großer Vermögen ab und spiegelt daher nicht immer den Lebensstandard eines „durchschnittlichen“ Haushalts wider.

Aussagekräftiger für die Beurteilung des Wohlstands der Mittelschicht ist das Medianvermögen. Bei diesem Indikator liegt Luxemburg an erster Stelle – 394.005 $ pro Erwachsenem. Es folgen Belgien – 277.166 $, Australien – 210.783 $, Neuseeland mit 206.617 US-Dollar und Dänemark mit 203.771 US-Dollar. Dabei belegen die USA, die beim Durchschnittsvermögen den zweiten Platz einnehmen, beim Medianwert mit 68.998 US-Dollar nur den 28. Platz.

Die wichtigste Schlussfolgerung der UBS lautet: Die Welt ist reicher geworden, doch das Wachstum hat sich ungleichmäßig verteilt. Dem Bericht zufolge ist das Durchschnittsvermögen deutlich gestiegen, während das Medianvermögen in vielen Ländern gesunken ist. Dies deutet darauf hin, dass sich ein erheblicher Teil der neuen Vermögenswerte auf die wohlhabenderen Bevölkerungsgruppen konzentriert.

Die Zahl der Dollar-Millionäre stieg im Jahr 2025 um 1,5 % oder um fast 1 Million Menschen. Das bedeutet, dass weltweit durchschnittlich mehr als 2.680 neue Millionäre pro Tag hinzukamen. Insgesamt schätzt die UBS die Zahl der Dollar-Millionäre auf etwa 57,5 Millionen Menschen. Mehr als 40 % davon leben in den USA – über 23,6 Millionen Menschen. In China gibt es mehr als 5,3 Millionen Dollar-Millionäre, in Japan etwa 3 Millionen.

Besonders hervorhebt die UBS die Rolle von Immobilien. Für viele Haushalte bleiben Wohnimmobilien der wichtigste Vermögenswert. Dies trägt dazu bei, das Kapital vor Inflation zu schützen, schränkt jedoch gleichzeitig die Teilhabe der Familien am Wachstum der Aktienmärkte und anderer liquider Anlageinstrumente ein. Daher wird nach Einschätzung von UBS die Verteilung neuer Vermögenszuwächse in Zukunft immer stärker vom Zugang zu Anlagevermögen und der Fähigkeit zur Diversifizierung des Kapitals abhängen.

Die Methodik von UBS berücksichtigt nicht nur finanzielle Vermögenswerte, sondern auch Sachwerte, vor allem Wohnimmobilien, abzüglich der Schulden. Private Altersvorsorgevermögen werden in die Berechnungen einbezogen, ungedeckte staatliche Rentenverpflichtungen hingegen nicht. Der Bericht deckt 56 Schlüsselmärkte ab, die nach Einschätzung von UBS mehr als 92 % des weltweiten Privatvermögens ausmachen.

Für den Immobilienmarkt und internationale Investitionen ist dieser Bericht aus zwei Gründen wichtig. Erstens zeigt er, dass Immobilien für einen erheblichen Teil des Privatkapitals nach wie vor die wichtigste Anlageklasse darstellen. Zweitens bestätigt er, dass der Vermögenszuwachs zunehmend nicht nur vom Besitz von Wohneigentum abhängt, sondern auch vom Zugang zu globalen Finanzmärkten, von der Währungsdiversifizierung und von Anlageinstrumenten.