Der bekannte amerikanische Investor und Mitbegründer des Quantum Fund, Jim Rogers, Eigentümer von Rogers Holdings mit einem Vermögen von rund 300 Millionen Dollar, hat sich vollständig aus russischen und amerikanischen Vermögenswerten zurückgezogen und seine Mittel in Aktien usbekischer Unternehmen investiert.
Bis Ende 2025 wurde das Anlageportfolio von Rogers um Wertpapiere der meisten Emittenten erweitert, die an der Republik-Börse in Taschkent notiert sind.
Nach Angaben von Quellen aus dem Investmentbereich hat Rogers eine Diversifizierungsstrategie umgesetzt und sich dabei auf die sich entwickelnden Märkte Zentralasiens konzentriert. Er erwarb Aktien von rund 85 Unternehmen und deckte damit die wichtigsten Wirtschaftssektoren Usbekistans ab – von Energie und Rohstoffgewinnung bis hin zu Landwirtschaft und Finanzdienstleistungen. Der Investor verzichtete auf den Kauf von Staatsanleihen der Republik und verzichtete auf die Absicherung von Währungsrisiken, was sein Vertrauen in das langfristige Potenzial der usbekischen Wirtschaft unterstreicht.
Dieser Schritt war der Höhepunkt von Rogers‘ langjährigem Interesse an der Region: Seit 2021 verfolgte er aktiv die Reformen in Usbekistan, insbesondere die Liberalisierung des Marktes und die Vorbereitungen für den Börsengang (IPO).
„Usbekistan ist ein Land mit enormem Wachstumspotenzial, in dem Reformen günstige Bedingungen für Investoren schaffen“, sagte Jim Rogers kürzlich in einem Interview und verwies dabei auf Parallelen zu seinen erfolgreichen Investitionen in Asien in den 1990er Jahren.