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Der weltweite Nickelmarkt könnte 2026 in eine Defizitsituation geraten – INSG

28 April , 2026  

Die weltweite Primärnickelproduktion wird 2026 um 4,3 % zurückgehen und 3,715 Mio. Tonnen betragen, prognostiziert die International Nickel Study Group (INSG).

Im Jahr 2025 stieg sie um 8,1 % auf 3,88 Mio. Tonnen.

Diese Schätzungen berücksichtigen keine möglichen nennenswerten Betriebsunterbrechungen, wie in der Mitteilung der INSG betont wird.

Indonesien, der weltweit führende Nickelproduzent, hat 2026 zusätzliche Maßnahmen zur strengeren Regulierung des Bergbausektors eingeführt. Die genehmigte Förderquote für Nickelerz wurde für dieses Jahr deutlich niedriger angesetzt als im Jahr 2025. Sie kann jedoch je nach Einschätzung der Regierung hinsichtlich von Angebot und Nachfrage nach oben korrigiert werden.

Der weltweite Verbrauch an Primärnickel wird im laufenden Jahr voraussichtlich um 4,2 % steigen und 3,747 Mio. Tonnen erreichen. Im vergangenen Jahr stieg er um 3,5 % auf 3,473 Mio. Tonnen.

Somit wird der globale Nickelmarkt im Jahr 2026 eine Verknappung erleben. Das Defizit wird 32.000 Tonnen betragen, während im Jahr 2025 ein Überschuss von 283.000 Tonnen, im Jahr 2024 von 226.000 Tonnen und im Jahr 2023 von 175.000 Tonnen verzeichnet wurde.

Die Unsicherheit hinsichtlich der Produktionsmengen in Indonesien und der Konflikt im Nahen Osten könnten zu einer Korrektur der Prognosen führen. „Die Auswirkungen (des Krieges im Iran – Anm. IF) auf die Metallmärkte – sowohl hinsichtlich der Produktion als auch der Endnachfrage – sind noch nicht angemessen bewertet worden“, heißt es in der Mitteilung der INSG.

Die INSG ist eine unabhängige zwischenstaatliche Organisation, die 1990 gegründet wurde und ihren Sitz in Lissabon (Portugal) hat. Mitglieder der Gruppe sind Nickel produzierende und verbrauchende Länder: Australien, Brasilien, Großbritannien, Deutschland, Indien, Italien, Kuba, Norwegen, Portugal, Russland, Finnland, Frankreich, Schweden, Japan sowie die Europäische Union.

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