Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt nach dem jüngsten Preisanstieg, der sich nicht als langfristiger Trend etabliert hat, instabil, berichtete die Branchenanalysesagentur „Infagro“.
Die Analysten betonten, dass die Notierungen auf dem europäischen Markt in den letzten Wochen deutlich gesunken sind. Sie erklären diese Entwicklung mit einem Überangebot vor dem Hintergrund einer regen Produktion sowie mit dem Einfluss des Marktes für Magermilchpulver, auf dem weiterhin hohe Preise herrschen. Infolgedessen bauen sich Lagerbestände auf, was zusätzlich Druck auf die Preise ausübt.
„Da positive Signale vom europäischen Markt fehlen, rechnen die Branchenakteure mit einer weiteren Preiskorrektur sowohl auf den Exportmärkten als auch im Inland. Ein solches Szenario wird durch das Produktionswachstum und die Anhäufung unverkaufter Produktmengen untermauert“, so die Experten.
Ihren Schätzungen zufolge verzeichnen die Milchproduktionsmengen in der Ukraine im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg. Gleichzeitig weist die Exporttätigkeit keine vergleichbare Dynamik auf. Ein zusätzlicher Anreiz für die Hersteller bleibt der hohe Preis für Trockenmilch, der die Verluste durch den Preisverfall bei Milch teilweise ausgleicht.
„Infagro“ prognostiziert, dass die Produktionsmengen von Butter und anderen Milchprodukten in der Ukraine in naher Zukunft steigen werden. Das Überangebot wird die Hersteller dazu zwingen, die Preise zu senken, was zu weiterer Instabilität auf dem Markt führen wird.