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Gasherde sind nach wie vor eine bedeutende Quelle für Luftverschmutzung in Wohnräumen – Studie

26 März , 2026  

Gas- und Propangasherde sind nach wie vor eine bedeutende Quelle für Luftverschmutzung in Wohngebäuden und verstärken die langfristigen Auswirkungen von Stickstoffdioxid (NO₂) auf Haushalte erheblich. Zu diesem Schluss kam eine Forschergruppe unter der Leitung der Stanford University in einem Artikel, der im Dezember 2025 in der Fachzeitschrift PNAS Nexus veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um die Studie „Integrating indoor and outdoor nitrogen dioxide exposures in US homes nationally by ZIP code“, in der die Autoren Daten zur Außenluftverschmutzung mit Schätzungen der Emissionen von Gasherden in Innenräumen kombinierten. Ihren Berechnungen zufolge beträgt die durchschnittliche langfristige Gesamtbelastung durch NO₂ für Haushalte mit Gasherden in den USA etwa 10 ppbv, während sie für Haushalte mit Elektroherden bei etwa 8 ppbv liegt, wobei der Wert bei den intensivsten Nutzern von Gasherden 18 ppbv und mehr erreichen kann.

Die Autoren weisen darauf hin, dass für etwa 22 Millionen Menschen in den USA die langfristige NO₂-Belastung unter den von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Richtwert sinken würde, wenn sie die Nutzung von Gas- und Propangasherden reduzieren oder auf Elektroherde umsteigen würden. Die Studie zeigt außerdem, dass Gasherde für mehr als 99 % der Fälle verantwortlich sind, in denen der kurzfristige WHO-Richtwert für NO₂ in Wohnräumen überschritten wird.

Laut den Daten aus Stanford ist das Risiko besonders hoch für kleine Häuser und Wohnungen sowie für Haushalte, in denen Herde intensiv genutzt werden und die Belüftung unzureichend ist. Die Universität betont, dass mit der Verbesserung der Außenluftqualität gerade interne Verschmutzungsquellen, einschließlich Küchengeräte, zu einem immer wichtigeren Faktor für die Gesundheit werden.

Stickstoffdioxid steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Asthma, chronische Lungenerkrankungen, Frühgeburten, Diabetes und Lungenkrebs, heißt es in den Erläuterungen von Stanford und den Begleitmaterialien zur Veröffentlichung. Vor diesem Hintergrund sind die Forscher der Ansicht, dass die Umstellung auf Elektroherde die schädlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung in Innenräumen deutlich verringern kann.

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