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Im Tschernobyl-Naturschutzgebiet wurde zum ersten Mal seit 50 Jahren eine Bergdrossel gesichtet

8 April , 2026  

Ornithologen haben bei Feldforschungen im Tschernobyl-Naturschutzgebiet für Strahlungsökologie eine Bergdrossel (Turdus torquatus) gesichtet – eine Art, die seit rund 50 Jahren nicht mehr im Gebiet der Oblast Kiew beobachtet worden war.
„Im Tschernobyl-Naturschutzgebiet wurde während Feldforschungen die Bergdrossel (Turdus torquatus) gesichtet… Historische Daten belegen nur zwei frühere Nachweise dieser Art in der Region: Anfang April 1910 – E.V. Scharleman beobachtete ein Vogelpaar in einem Schwarm von Drosseln; am 24. März 1976 – in der Umgebung des Dorfes Kozarovychi (Beobachtung von A.M. Poluda, A.D. Makarenko, A.I. Krokhmal)“, heißt es in einem Beitrag auf der Facebook-Seite des Naturschutzgebiets.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Bergdrossel in der Ukraine vorwiegend in der Karpatenregion nistet. Die Entdeckung der Art in der Region Kiew hängt wahrscheinlich mit Migrationsbewegungen zusammen.


„Somit stellt der dokumentierte Fall eine wichtige Ergänzung zu den Erkenntnissen über die räumliche Dynamik der Art dar und bestätigt die Notwendigkeit einer weiteren Überwachung der Vogelwelt der Region“, merkten die Wissenschaftler an.
Die aktuelle Beobachtung erfolgte im Rahmen gemeinsamer Forschungen mit Vertretern der Taras-Schewtschenko-Universität Kiew.
Der Autor der Beobachtung, Andrij Simon, dankt Tim Mussot und dem Samuel Freeman Charitable Trust für die kontinuierliche Unterstützung bei der Durchführung wissenschaftlicher Forschungen.
Foto: Andrij Simon.

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