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In einem betrügerischen Callcenter in Montenegro wurden mehr als 50 Personen festgenommen, darunter ukrainische Staatsbürger

12 August , 2026  

Die montenegrinische Polizei führt umfangreiche Ermittlungen gegen mehr als 50 ausländische Staatsbürger, von denen die meisten ukrainische Staatsbürger sind. Sie wurden in einem gemieteten Haus im Stadtteil Mareza in Podgorica zusammen mit Hunderten digitalen Geräten, Spezialausrüstung und einer beträchtlichen Menge Bargeld entdeckt, berichtet der Telegram-Kanal „Serbischer Ökonom“.

Dies teilte die Polizeidirektion Montenegros mit. Neben ukrainischen Staatsbürgern befanden sich auch Staatsbürger Moldawiens und der Slowakei in dem Haus.

Die Operation wurde am 10. August durchgeführt, nachdem die Strafverfolgungsbehörden das Objekt zuvor ausfindig gemacht und identifiziert hatten. Die Polizei beschlagnahmte Ausrüstung und andere Materialien, die für die Ermittlungen von Bedeutung sein könnten.

Nach Angaben der Polizei wurden in dem Gebäude mehrere Hundert digitale Geräte und Bestandteile von Spezialausrüstung entdeckt. Der Umfang der beschlagnahmten Technik war so groß, dass für deren Abtransport ein Lastwagen benötigt wurde. Darüber hinaus wurde eine beträchtliche Geldsumme gefunden, deren Herkunft ebenfalls überprüft wird.

Die Polizei prüft die Grundlagen für den Aufenthalt und die Arbeit der Ausländer in Montenegro, die Art ihrer Tätigkeit und ihrer Bewegungen sowie den Verwendungszweck der entdeckten digitalen Ausrüstung. Gesondert wird eine mögliche Verbindung der Gruppe zu illegalen Aktivitäten überprüft.

Die montenegrinische Zeitung Vijesti berichtete unter Berufung auf erste Ermittlungsergebnisse, dass zu den geprüften Versionen eine mögliche Beteiligung der Gruppe an Online-Betrug gehört.

Für die Ermittlungen bildete der Direktor der montenegrinischen Polizei eine spezielle operative Gruppe. Ihr gehören Fachleute für Cybersicherheit und Hightech-Kriminalität, Finanzermittlungen und Geldwäsche, internationale Polizeizusammenarbeit sowie für Ausländer- und Migrationsfragen an. Auch die Nationale Sicherheitsagentur Montenegros wurde in die Arbeit einbezogen. Die Ermittlungen werden mit der Staatsanwaltschaft koordiniert.

Die Polizei betonte, dass sie aufgrund der Komplexität der Ermittlungen derzeit keine weiteren Einzelheiten bekannt geben könne. Nach Abschluss der ersten Ermittlungs- und Sachverständigenmaßnahmen wollen die Behörden die Ergebnisse der Überprüfung mitteilen.