In der Ukraine produzierten die Betriebe aller Kategorien im Februar 2025 439 Tausend Tonnen Rohmilch, das sind 14 Tausend Tonnen weniger (-3%) als im Januar 2025 und 24 Tausend Tonnen weniger (-5%) als im Februar 2024, so der Verband der Milcherzeuger (AMP).
Dem Bericht zufolge belief sich das Volumen der Milchproduktion in der Ukraine im Januar-Februar 2025 auf 891 Tausend Tonnen, das sind 32 Tausend Tonnen (-4%) weniger als im Vorjahr.
Gleichzeitig lag der Anteil der Unternehmen an der Rohmilcherzeugung im Februar 2025 bei 55 % und der Anteil der Haushalte bei 45 %. Die Unternehmen erzeugten im Februar 2025 239 Tausend Tonnen Rohmilch, das sind 20 Tausend Tonnen weniger (-8%) als im Januar 2025 und 4 Tausend Tonnen mehr (+2%) als im Februar 2024.
Im Januar-Februar 2025 erzeugten die Milchviehbetriebe 499 Tausend Tonnen Rohmilch, das sind 21 Tausend Tonnen (+4%) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Milcherzeugung in privaten Haushalten belief sich im Februar 2025 auf 200 Tausend Tonnen, das sind 6 Tausend Tonnen mehr (+3%) als im Januar 2025 und 28 Tausend Tonnen weniger (-12%) als im Februar 2024. Im Januar-Februar 2025 produzierte der Sektor der privaten Haushalte 393 Tausend Tonnen Rohmilch, das sind 53 Tausend Tonnen (-12%) weniger als im Vorjahr.
AVM-Analyst Giorgi Kukhaleishvili stellt fest, dass die MTFs im Jahr 2025 angesichts der rückläufigen Nachfrage nach Milchprodukten auf dem heimischen Markt und der sinkenden Einkaufspreise von einer Steigerung der Milchproduktion absehen könnten. Da die milchverarbeitenden Unternehmen nicht in der Lage sind, Milch zu angemessenen Marktpreisen zu kaufen, könnte ein weiterer Anstieg der Milcherträge zu einem größeren Preisverfall führen.
Gleichzeitig stellt die potenzielle Gefahr der Maul- und Klauenseuche (MKS), die in Ungarn und der Slowakei aufgetreten ist, eine Herausforderung für die ukrainische Milchwirtschaft dar. Eine verstärkte Keulung des infizierten Viehbestands könnte zu einem Rückgang der Milcherträge führen.
„Es bestehen Aussichten auf ein gewisses Wachstum der Nachfrage nach Milch in der Ukraine. Die milchverarbeitenden Unternehmen bemühen sich, die Erholung der Nachfrage nach Milchprodukten in der Bevölkerung durch Preisnachlässe und Werbeangebote in den Einzelhandelsketten zu fördern. Mit dem Frühlingsbeginn beginnt die Eiscremesaison, und auch die Exporte von Dosenmilch aus der Ukraine nehmen zu, was die Annahme zusätzlicher Mengen an Rohmilch für die Verarbeitung fördert“, resümiert der Branchenverband.