Die moldawische Regierung hat am Mittwoch den vom Innenministerium ausgearbeiteten Gesetzentwurf „Über die Aufnahme, den Aufenthalt und die Überwachung von Ausländern” gebilligt. Wie die Pressestelle des Ministerkabinetts mitteilte, enthält das Dokument neue Begriffe, die an die Rechtsgrundlage der Europäischen Union angepasst sind. Gemäß dem Gesetzentwurf wird nun die Aufenthaltskarte zum einheitlichen Dokument, das die Identität und den Rechtsstatus von Ausländern bestätigt.
Um den Aufnahmeprozess zu verbessern und eine effektive Steuerung der Migrationsströme zu gewährleisten, wird Ausländer verpflichtet, den Zweck ihres Aufenthalts in der Republik durch Vorlage entsprechender Dokumente (Verträge, Bescheinigungen, Einladungen usw.) zu begründen.
Darüber hinaus wird eine obligatorische Bestätigung der finanziellen Leistungsfähigkeit während des Aufenthalts im Land eingeführt.
„Die Kriterien und die Höhe der Lebenshaltungskosten werden in nachfolgenden Rechtsakten in Abhängigkeit vom Zweck des Aufenthalts festgelegt“, heißt es in dem Dokument.
Für Kurzaufenthalte (bis zu 90 Tagen) gilt ein „flexibles Regime“. Es ist vorgesehen, die Verfahren für die Einreichung von Anträgen, die Abstimmung, die Benachrichtigung und die Berichterstattung zu digitalisieren.
Das Gesetz soll „Wettbewerbsvorteile für Wirtschaftszweige mit Arbeitskräftemangel“ fördern und „Unternehmen in Sektoren, in denen es an lokalen Arbeitskräften mangelt, durch die Einstellung von Drittstaatsangehörigen für verschiedene Zwecke unterstützen“. Gleichzeitig soll jedoch die illegale Beschäftigung reduziert werden.
Ende 2025 waren in Moldawien mehr als 21.500 Ausländer und Staatenlose aus über 130 Ländern registriert. Davon hatten mehr als 5.600 eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung und etwa 16.000 eine befristete Aufenthaltsgenehmigung.
http://relocation.com.ua/moldova-to-tighten-control-over-migrants-on-its-territory/