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Nikotinhaltige E-Zigaretten erhöhen das Risiko für Lungen- und Mundhöhlenkrebs – Studie

3 April , 2026  

Nikotinhaltige E-Zigaretten sind wahrscheinlich krebserregend für den Menschen und können mit Lungen- und Mundhöhlenkrebs in Verbindung gebracht werden. Zu diesem Schluss kamen die Autoren einer qualitativen Risikobewertung, die in der Fachzeitschrift Carcinogenesis veröffentlicht wurde und auf der Analyse von Studien aus den Jahren 2017 bis 2025 basiert.
Die Autoren der Übersicht betonen, dass es bislang noch nicht genügend langfristige Bevölkerungsdaten zur tatsächlichen Erkrankungsrate gibt, da E-Zigaretten erst vor relativ kurzer Zeit auf den Markt gekommen sind. Daher stützten sich die Forscher auf eine Vielzahl anderer Belege – Biomarker für Gesundheitsschäden beim Menschen, Tierversuche, die chemische Zusammensetzung der Aerosole und Mechanismen im Zusammenhang mit der Karzinogenese.
In der Übersicht heißt es, dass bei Vape-Nutzern bereits Veränderungen festgestellt werden, die als präkanzerogene Marker gelten, darunter DNA-Schäden, oxidativer Stress, Entzündungen und epigenetische Veränderungen im Gewebe der Atemwege und der Mundhöhle. Zudem wurde in Versuchen an Mäusen die Exposition gegenüber Aerosolen aus E-Zigaretten mit der Entstehung von Lungentumoren in Verbindung gebracht.
Die Forscher weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich ihre Schlussfolgerung speziell auf nikotinhaltige E-Zigaretten bezieht und als „likely to be carcinogenic“ formuliert ist, also als wahrscheinliche Karzinogenität und nicht als endgültig quantitativ gemessenes Risiko. Die Autoren schreiben zudem, dass es derzeit nicht möglich ist, die künftige Belastung durch die Anzahl der mit dem Vapen verbundenen Krebsfälle genau abzuschätzen.
Die Veröffentlichung erhöht den Druck auf Regulierungsbehörden und den Markt, da sie die These von einer „sicheren Alternative“ zum Rauchen in Frage stellt. Dabei rufen einige externe Experten dazu auf, die Schlussfolgerungen mit Vorsicht zu interpretieren, und erinnern daran, dass Vaping nicht mit Tabakverbrennungsprodukten in Verbindung steht und dass für endgültige Bewertungen noch längere Beobachtungszeiträume bei Menschen erforderlich sind.

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