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Im Jahr 2025 erstellte das staatliche Archivsystem der Ukraine 53 Millionen digitale Kopien von Dokumenten

Im Jahr 2025 produzierte das staatliche Archivsystem der Ukraine fast 53 Millionen digitale Kopien von Dokumenten, was eine der höchsten Zahlen in der Geschichte der Unabhängigkeit ist. Dies wurde bei der Präsentation des öffentlichen Berichts des staatlichen Archivdienstes der Ukraine im Ukraine Crisis Media Center mitgeteilt.

Laut Anatolii Khromov, Leiter des Staatsarchivs, hat das Archivsystem trotz der Herausforderungen eines Krieges in vollem Umfang seine Widerstandsfähigkeit und dynamische Entwicklung bewiesen, und die Digitalisierung ist zu einem wichtigen Arbeitsbereich geworden.

„Im Laufe des Jahres wurden fast 53 Millionen gescannte Kopien von Dokumenten erstellt, und die Gesamtzahl der über das interarchivische Suchportal online verfügbaren Materialien ist auf etwa 20 Millionen digitale Kopien gestiegen. Dadurch werden die Möglichkeiten für Bürger und Forscher, mit Dokumenten aus der Ferne zu arbeiten, erheblich erweitert“, sagte , Khromov.

Ihm zufolge erhöht die Ukraine weiterhin das Tempo der Digitalisierung des archivarischen Erbes und kooperiert mit internationalen Partnern. So wurden im Laufe des Jahres Memoranden mit dem slowakischen Institut für Nationales Gedächtnis und dem schwedischen Nationalarchiv unterzeichnet und Vereinbarungen mit der internationalen Organisation FamilySearch International aktualisiert.

Diese Schritte eröffnen neue Möglichkeiten für den Austausch von Kopien von Dokumenten, die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte und die Einbindung ukrainischer Archive in den internationalen Archivraum“, so der Leiter der Behörde.

Ein separater Arbeitsbereich ist das historische und dokumentarische Projekt „Ukrainisches Martyrologium des 20. Jahrhunderts“, das bereits Informationen über mehr als 155.000 unterdrückte Personen enthält und darauf abzielt, die historische Gerechtigkeit wiederherzustellen und das nationale Gedächtnis zu bewahren.

Der Staatsarchivdienst betont, dass die Digitalisierung von Dokumenten in Kriegszeiten von strategischer Bedeutung ist, da sie nicht nur den Zugang zu Informationen ermöglicht, sondern auch das kulturelle und historische Erbe des Landes vor einem möglichen Verlust bewahrt.

Wie berichtet, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyy den Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates in Kraft gesetzt, besondere wirtschaftliche und andere restriktive Maßnahmen (Sanktionen) gegen Personen und Einrichtungen zu verhängen, die insbesondere am Diebstahl von Kulturgütern und Dokumenten des Nationalen Archivfonds der Ukraine beteiligt sind.

https://interfax.com.ua/news/culture/1147369.html

 

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Das staatliche Online-Archivsystem der Ukraine hat über 20 Mio. Dokumente gesammelt

Im staatlichen „Online-Archiv“-System seien bereits über 20 Mio. digitalisierte Dokumente zusammengetragen worden, in denen Nutzerinnen und Nutzer mithilfe von Schlüsselwörtern nach Materialien suchen können, sagte der Leiter des Staatlichen Archivdienstes der Ukraine, Anatolii Khromov, in einem Exklusivinterview für das Ressort „Kultur“ der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine.

„Es wurde 2022 präsentiert, und inzwischen sind im System bereits über 20 Millionen digitalisierte Dokumente enthalten, in denen man nach Schlüsselwörtern suchen kann“, sagte Khromov.

Seinen Angaben zufolge hat die Digitalisierung des Archivsystems mehrere Ebenen. Die erste sei der grundlegende Zugang in Lesesälen, wo Besucherinnen und Besucher mit den Materialien arbeiten und Fotos der Dokumente mit dem eigenen Telefon machen können. Die zweite Ebene sei die professionelle Digitalisierung unter Einsatz spezieller Scanner und Software, die erhebliche Ressourcen erfordert und über Partnerschaftsabkommen sowie einen Sonderfonds der Archive finanziert wird.

Khromov betonte außerdem, dass heute praktisch alle staatlichen Archive eigene Websites haben und im System zwischenarchivische Suchportale betrieben werden, die es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, Informationen aus der Ferne zu finden.

Gesondert hob er den Übergang der Archive zu einem dienstleistungsorientierten Zugangsmodell hervor: Grundlegende Möglichkeiten für Nutzerinnen und Nutzer bleiben kostenlos, zusätzliche Leistungen seien jedoch wegen des Ressourcenbedarfs kostenpflichtig.

„Kostenlos kann man in den Lesesälen arbeiten, Materialien online einsehen und eigene digitale Kopien anfertigen. Wenn jedoch eine professionelle Scan-Kopie, eine amtliche Beglaubigung oder eine spezielle Ausfertigung von Dokumenten benötigt wird, ist das bereits ein gesondertes Verfahren, das Ressourcen erfordert“, erläuterte der Leiter des Archivdienstes.

Er präzisierte, dass die kostenlosen Optionen unter anderem die Arbeit im Lesesaal und das eigenständige Kopieren umfassen, dafür müsse eine Person jedoch physisch ins Archiv kommen. Das дистанционное Kopieren könne seinen Worten zufolge ориентировочно etwa rund 5 Hrywnja pro Blatt kosten, was für viele bequemer und günstiger sei als Reisekosten.

Nach Angaben Khromovs haben digitale Instrumente und der Ausbau des Online-Zugangs in Kriegszeiten auch eine sicherheitsrelevante Bedeutung: Digitale Kopien ermöglichen es, die physische Nutzung der Originale zu reduzieren und sie in Depots aufzubewahren, wodurch das Risiko einer Beschädigung der Dokumente minimiert wird.

Quelle — Interfax-Ukraine

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