Die kuwaitischen Behörden bereiten die Einführung eines neuen Aufenthaltsvisums für Freiberufler vor. Dieses ermöglicht es ausländischen Fachkräften, ohne die übliche Bürgschaft eines Arbeitgebers (Kafala) selbstständig zu arbeiten. Der Erste Stellvertretende Premierminister und Innenminister Scheich Fahd al-Yousef al-Sabah gab die Pläne bekannt und betonte, dass die Initiative dem illegalen Handel mit Aufenthaltsgenehmigungen und der Tätigkeit von Visa-Vermittlern entgegenwirken soll.
Medienberichten zufolge wird die jährliche staatliche Gebühr für die neue Aufenthaltskategorie zwischen 750 und 1.000 Kuwait-Dinar (KD) liegen (einige Publikationen schätzen den Gegenwert auf etwa 2.450 bis 3.260 US-Dollar). Die Einführung wird innerhalb der nächsten zwei Monate, also voraussichtlich im März/April 2026, erwartet.
Wie bereits erwähnt, kann das Programm in der ersten Phase auf „einfache“/risikoarme Berufe beschränkt sein. Zu den Voraussetzungen gehören die Registrierung einer bestätigten Wohnadresse, die Angabe gültiger Kontaktdaten und korrekter persönlicher Informationen. Die vollständige Liste der Bereiche, das Antragsverfahren und die endgültigen Auswahlkriterien werden von den zuständigen Behörden gesondert bekannt gegeben.
Die kuwaitischen Behörden erwarten, dass das neue Programm die selbstständige Beschäftigung legalisiert, die Schattenwirtschaft auf dem Arbeitsmarkt eindämmt und die Staatseinnahmen durch direkte Gebührenzahlungen erhöht.