An der Spitze des ITCI-2025-Rankings stehen erneut Länder mit einer möglichst „neutralen“ Steuerstruktur: Estland auf Platz 1, Lettland auf Platz 2, Litauen auf Platz 5 (sowie Ungarn auf Platz 9 und Tschechien auf Platz 10).
Die Tax Foundation stellt fest, dass die Führungsposition Estlands durch vier Elemente gestützt wird: Die Körperschaftssteuer von 20 % wird nur auf ausgeschüttete Gewinne erhoben; es gilt ein pauschaler Einkommensteuersatz von 20 % (ohne Besteuerung persönlicher Dividenden in derselben Form); die Vermögenssteuer orientiert sich am Wert des Grundbesitzes; es gilt das Territorialprinzip für die Besteuerung von Gewinnen im Ausland.
Lettland hat dank der Einführung eines estnischen Modells zur Besteuerung von Unternehmensgewinnen und einer relativ effektiven Besteuerung von Arbeit aufgeholt. Litauen zeichnet sich durch einen niedrigen Körperschaftsteuersatz (17 %) und strenge Regeln für den Abzug von Investitionskosten (Capital Cost Recovery) aus.