Am 4. Januar wurde weltweit der Weltbrailltag begangen, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Brailleschrift als Kommunikationsmittel und zur Verwirklichung der Rechte blinder und sehbehinderter Menschen zu schärfen.
In der Ukraine ist laut Angaben des Nationalen Gesundheitsdienstes der Ukraine ein Anstieg der Fälle von Sehverlust oder Sehverschlechterung zu verzeichnen: Im Jahr 2021 wurden 17.478 solcher Diagnosen registriert, im Jahr 2022 waren es 19.551, und in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 haben Ärzte bereits mehr als 19.000 Diagnosen gestellt, was den Wert für das gesamte Jahr 2022 übersteigt. Dies wurde vom Ministerium für Sozialpolitik der Ukraine gemeldet, das den Einfluss des umfassenden Krieges auf die Zunahme der Zahl der Menschen mit Sehbehinderungen hervorhob.
Dabei werden in den offiziellen Statistiken in der Regel keine einheitlichen „konsolidierten” Zahlen zur Gesamtzahl der blinden und sehbehinderten Menschen in der Ukraine angegeben. Öffentliche und fachspezifische Quellen nennen in verschiedenen Schätzungen Richtwerte von etwa 70.000 Blinden sowie etwa 100.000 Menschen mit Sehbehinderungen (einschließlich Kinder) und betonen, dass es sich um Schätzungen handelt.
Die Braille-Schrift wurde vom französischen Pädagogen Louis Braille entwickelt: Er begann 1824 mit der Arbeit an einem taktilen Code, basierend auf den Ideen der „Nacht-Schrift“ von Charles Barbier, die für das Militär entwickelt worden war. Braille passte das auf einer Sechs-Punkt-Zelle basierende System für das bequeme Lesen und Schreiben durch Blinde an, und die erste Ausgabe seiner Methode wurde 1829 veröffentlicht.