Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wurden im vergangenen Jahr 48,8 Tausend Betrugsfälle in der Ukraine registriert. Das ist ein Viertel weniger als im Jahr 2024. In jedem fünften Fall wurde eine Verdachtsanzeige erstattet. Nur 18 % der Verfahren gingen vor Gericht. Die meisten Fälle sind in der Hauptstadt sowie in den Regionen Dnipro und Charkiw zu verzeichnen.
Im Jahr 2025 wurden in der Ukraine 48.871 Strafverfahren nach Artikel 190 des Strafgesetzbuchs der Ukraine „Betrug“ registriert. Das ist ein Viertel weniger als im Jahr 2024, als die Strafverfolgungsbehörden fast 65.000 Fälle registrierten.
Insgesamt sind die Zahlen sogar wieder auf das Niveau von 2016 zurückgegangen. Damals gab es knapp über 46.000 Betrugsverfahren in der Ukraine. Nach 2017 und vor der groß angelegten Invasion ging die Zahl der neuen Verfahren von Jahr zu Jahr stetig zurück. Der Höhepunkt wurde im Jahr 2023 erreicht: 82.609 Strafverfahren – ein Durchschnitt von fast 7.000 pro Monat. Im zweiten Jahr in Folge ist die Statistik jedoch wieder rückläufig: Im vergangenen Jahr wurden im Durchschnitt rund 4.000 Verfahren pro Monat registriert.
Allerdings wurde in jedem fünften Fall ein Verdacht geäußert – 10.456 Verfahren. Und in 18 % der Fälle kam es zu einem Gerichtsverfahren: 8.758 Strafverfahren. Im Jahr 2024 lag diese Zahl bei 24 %.
Kiew bleibt Spitzenreiter bei der Zahl der Betrugsfälle – 6.825. Es folgen die Region Dnipro mit 4.844 Fällen und die Region Charkiw mit 3.677 Verfahren.
Gleichzeitig ist die Zahl der neuen Verfahren fast im gesamten Land zurückgegangen. Die einzige Region, die einen Anstieg verzeichnete, war Chmelnyzkyi: +2,7 % im Laufe des Jahres. Die deutlichste Verbesserung ist in der Region Mykolaiv zu beobachten, wo sich die Zahl der neuen Verfahren fast halbiert hat, ebenso wie in der Region Czernowitz: -39%.
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