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Bosnien plant 30-prozentigen Zoll auf Stahlimporte

12 Februar , 2026  

Wie Serbian Economist berichtet, erwägen die Behörden von Bosnien und Herzegowina die Einführung eines vorübergehenden Zolls in Höhe von 30 % auf Importe von Stahl und Stahlprodukten für einen Zeitraum von 200 Tagen. Der Vorschlag wurde vom Ministerium für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen auf Antrag des Unternehmens Nova Željezara Zenica ausgearbeitet, die endgültige Entscheidung soll nach öffentlichen Konsultationen vom Ministerrat von Bosnien und Herzegowina getroffen werden.

Die Initiative ist durch den starken Anstieg der Lieferungen bestimmter Kategorien von Metallprodukten begründet. Nach Angaben des Ministeriums stiegen die Importe von Bewehrungsmatten nach Bosnien und Herzegowina im Jahr 2025 um 192,87 % gegenüber dem Durchschnitt der vorangegangenen vier Jahre, wobei Serbien mit mehr als 9.000 Tonnen der größte Lieferant war, was 408 % über dem Durchschnitt der Jahre 2021-2024 liegt. An zweiter Stelle lag Italien (7.794 Tonnen, etwa doppelt so viel wie zuvor).

Besonders hervorzuheben ist die Importdynamik aus der Türkei: Die Lieferungen von Bewehrungsstahl in Rollen stiegen 2025 um 885 % gegenüber dem Vierjahresdurchschnitt, die Importe von Stäben um 229,56 %. Das Ministerium ist der Ansicht, dass dies Druck seitens ausländischer Hersteller erzeugt und zu einer Unterauslastung der lokalen Kapazitäten führt.

In der Begründung zu dieser Initiative weist das Ministerium auf das Risiko einer zunehmenden Abhängigkeit des Bausektors von Importen hin und warnt vor möglichen Folgen, darunter der Verlust von Arbeitsplätzen, sinkende Haushaltseinnahmen, rückläufige Investitionen und steigende Preise auf dem Binnenmarkt.

Die Entscheidung wird vor dem Hintergrund der jüngsten Schutzmaßnahmen Serbiens diskutiert: Seit dem 1. Januar 2026 hat Belgrad eine befristete Einfuhrquote für eine Reihe von Produkten der Eisen- und Stahlindustrie (sowie für Portlandzement) mit einem zusätzlichen Zoll von 50 % auf Lieferungen über die Quote hinaus eingeführt.

Nova Željezara Zenica selbst, die im vergangenen Jahr von H&P Zvornik (Pavgord-Gruppe) übernommen wurde, hatte zuvor das Insolvenzverfahren für das Unternehmen eingeleitet und dies mit anhaltender Zahlungsunfähigkeit begründet.

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