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Estland belegt laut Tax Foundation den ersten Platz im Index der steuerlichen Wettbewerbsfähigkeit der OECD-Länder

23 Februar , 2026  

Das Analysezentrum Experts Club verweist auf die Veröffentlichung des International Tax Competitiveness Index 2025, in dem die Steuersysteme von 38 OECD-Ländern anhand von mehr als 40 Parametern und fünf Blöcken verglichen werden: Unternehmenssteuern, Einkommenssteuern, Verbrauchssteuern, Vermögenssteuern und grenzüberschreitende Steuervorschriften.

Zum zwölften Mal in Folge führt Estland die Rangliste an, gefolgt von Lettland und Neuseeland. Zu den Top 10 gehören auch die Schweiz, Litauen, Luxemburg, Australien, Israel, Ungarn und die Tschechische Republik. Am anderen Ende der Skala befinden sich Frankreich (Platz 38) und Italien (Platz 37) sowie Kolumbien, Polen und Spanien.

Die Autoren der Studie betonen, dass hohe Positionen in der Regel durch neutralere und vorhersehbarere Steuerkonstruktionen gewährleistet werden – eine breitere Basis, eine geringere Rolle von punktuellen Vergünstigungen, verständlichere Regeln für die Besteuerung von Gewinnen und grenzüberschreitenden Transaktionen. Insbesondere für Estland bleibt das Unternehmensmodell mit der Besteuerung von ausgeschütteten Gewinnen ein entscheidender Faktor, während für Lettland die ähnliche Logik der Unternehmensbesteuerung und die territorialen Elemente des Systems ausschlaggebend sind.

Unter den großen Volkswirtschaften sind die Platzierungen der USA (15.), Deutschlands (20.), Japans (22.) und Kanadas (13.) bemerkenswert, während Großbritannien auf Platz 32 liegt. Frankreich wird als das am wenigsten wettbewerbsfähige System in der OECD bezeichnet – im Bericht wird dies insbesondere mit dem hohen Gesamtsteuersatz für Unternehmensgewinne (36,13 % einschließlich Zuschlägen) und einer Reihe von einzelnen Vermögenssteuern in Verbindung gebracht.

Besonders hervorgehoben werden die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: Kanada stieg vom 14. auf den 13. Platz auf; die Tschechische Republik verschlechterte sich vom 9. auf den 10. Platz; Frankreich ist aufgrund der Einführung eines vorübergehenden Zuschlags zur Einkommensteuer für Unternehmen mit hohen Einnahmen vom 36. auf den 38. Platz zurückgefallen; Deutschland hat sich vom 21. auf den 20. Platz verbessert.