Wie Serbian Economist berichtet, hat Aserbaidschan seine Bereitschaft bekundet, Montenegro beim Anschluss an die Transadriatische Pipeline (TAP) zu unterstützen, erklärte der Staatssekretär im Ministerium für Energie und Bergbau Montenegros, Dino Tutundžić, in einem Interview mit Report.az. Seinen Angaben zufolge betrachtet Podgorica die Ionisch-Adria-Pipeline (IAP) als strategisches regionales Projekt, das Montenegro mit der TAP und über diese mit dem südlichen Gaskorridor und den Lieferungen aus dem Kaspischen Meer verbinden soll.
Tutundžić teilte mit, dass Montenegro plane, die Verhandlungen mit den Nachbarländern Kroatien und Albanien zu intensivieren und sich auf die Vorbereitung der Infrastruktur zu konzentrieren, woraufhin man über die Lieferung von Gas an die Endverbraucher sprechen könne. Er wies auch auf das Interesse Aserbaidschans an einer Beteiligung an Energieprojekten in Montenegro hin, darunter im Bereich der erneuerbaren Energien.
Die Frage des Anschlusses an die TAP hat für Montenegro eine besondere Bedeutung: Das Land nutzt bisher praktisch kein Erdgas – es gibt keinen Gasmarkt und kein Gasverteilungsnetz. Dies geht aus einem Bericht des Sekretariats der Energiegemeinschaft hervor, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass „es in Montenegro keinen Gasmarkt gibt” und „kein Gasnetz existiert”.
TAP ist Teil des südlichen Gaskorridors, der Lieferungen aus der Kaspischen Region über Griechenland, Albanien und die Adria mit den europäischen Märkten verbindet und in Italien endet.
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