Unterbrechungen der weltweiten Öllieferungen aufgrund des Krieges im Iran haben laut dem Europäischen Verband für Verkehr und Umwelt (T&E) zu einem Anstieg der Kosten für Langstreckenflüge aus Europa um mehr als 100 Dollar pro Passagier geführt.
Ihren Angaben zufolge haben die steigenden Preise für Flugbenzin die Kosten der Fluggesellschaften im Durchschnitt um 88 Euro (104 Dollar) pro Passagier auf Langstreckenflügen aus Europa und um 29 Euro auf Flügen innerhalb Europas erhöht. So kostet der Treibstoff für einen Flug von Barcelona nach Berlin pro Passagier 26 Euro mehr, auf der Strecke von Paris nach New York sind es 129 Euro mehr.
T&E verglich die Preise vom 16. April mit den Flugkosten unmittelbar vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran. Die Organisation berechnete den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch auf allen Strecken mit Abflug von europäischen Flughäfen und teilte ihn durch die Anzahl der abfliegenden Passagiere.
Die Berechnungen zeigten, dass die zusätzlichen Kosten aufgrund des Anstiegs der Treibstoffpreise die Ausgaben der Fluggesellschaften zur Einhaltung der Klimapolitik der Europäischen Union bei weitem übersteigen. „Die Krise im Nahen Osten beweist, dass unsere eigentliche Verwundbarkeit in einem mit ausländischem Öl gefüllten Tank liegt und nicht in den Gesetzen, die dies beheben sollen“, sagte Diana Vitti, Luftfahrtdirektorin bei T&E.