Nach Angaben der Verkehrspolizei wurden im Jahr 2025 in der Ukraine über 330 Verkehrsunfälle registriert, die auf den schlechten Straßenzustand zurückzuführen waren. Das sind fast ein Drittel weniger als im Jahr 2024. Die meisten dieser Unfälle wurden in der Region Lemberg, in Kiew und in der Region Ternopil registriert.
332 Verkehrsunfälle aufgrund des schlechten Zustands der Straßen wurden im vergangenen Jahr von der Polizei in der Ukraine registriert. Das ist ein Drittel weniger als im Jahr 2024, als mit 475 Unfällen eine Rekordzahl seit Beginn der umfassenden Maßnahmen verzeichnet wurde. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord lag im Jahr 2021, als es aufgrund des schlechten Zustands der Straßen zu 849 Verkehrsunfällen kam.
Die meisten dieser Unfälle werden traditionell in der Region Lemberg verzeichnet – 72 Verkehrsunfälle. Gleichzeitig hat sich die Situation hier jedoch verbessert: Im Laufe des Jahres sank die Zahl solcher Fälle um 31 %, im Vergleich zu 2021 sogar um mehr als die Hälfte.
Den zweiten Platz belegt weiterhin Kiew – 63 Verkehrsunfälle aufgrund von Verstößen gegen die Vorschriften zur Instandhaltung von Straßen und Wegen. Im Gegensatz zur Region Lemberg hat sich die Situation hier etwas verschlechtert: Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl solcher Unfälle um 17 %. Gleichzeitig liegt der Wert dennoch deutlich unter dem Niveau vor der groß angelegten Invasion.
Den dritten Platz unter den „Spitzenreitern“ in diesem Jahr belegt die Region Ternopil, wo die Polizei 29 Unfälle aufgrund des schlechten Straßenzustands registrierte. Im Laufe des Jahres stieg die Zahl der Unfälle hier um 16 %. Insgesamt entfallen auf diese drei Regionen die Hälfte aller derartigen Unfälle.
Wie verhält man sich bei einem Verkehrsunfall aufgrund des schlechten Straßenzustands?
Wenn das Fahrzeug durch ein Schlagloch oder den schlechten Straßenzustand beschädigt wurde, ist es wichtig, den Unfall ordnungsgemäß zu dokumentieren und Beweise zu sammeln. Zunächst muss man anhalten, die Warnblinkanlage einschalten, das Warndreieck aufstellen und die Polizei rufen.
Während die Polizei unterwegs ist, sollte man so viel wie möglich selbst dokumentieren: Fotos und Videos von dem Schlagloch, den Schäden am Auto, den Verkehrszeichen oder deren Fehlen machen. Es ist auch ratsam, Zeugen zu finden und deren Kontaktdaten zu notieren.
Die Polizei muss den Unfallort begutachten, eine Unfallskizze erstellen und alle Umstände in das Protokoll aufnehmen. Es ist wichtig, dass in den Unterlagen ausdrücklich der mangelhafte Zustand der Straße vermerkt wird. Außerdem müssen die Polizeibeamten feststellen, welche Behörde für diesen Straßenabschnitt zuständig ist, und gemäß Art. 140 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ein Protokoll gegen die verantwortlichen Beamten erstellen.
Danach muss der Fahrer den Schaden beziffern. Dazu sollte er sich an einen unabhängigen Sachverständigen wenden, der einen offiziellen Bericht über die Reparaturkosten und die Höhe des entstandenen Schadens erstellt.
Anschließend müssen die gesammelten Unterlagen – Polizeiprotokoll, Fotos, Videos und das Gutachten des Sachverständigen – an die für die Instandhaltung der Straße zuständige Stelle geschickt werden, mit der Forderung, den Schaden zu ersetzen. Wenn die Kosten nicht freiwillig erstattet werden, kann der Fahrer vor Gericht gehen.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass der Fahrer selbst keine Verkehrsregeln verletzt. Wenn die Polizei zu dem Schluss kommt, dass der Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit oder Unachtsamkeit verursacht wurde, kann gegen den Fahrer selbst ein Protokoll erstellt werden, und das Gericht kann ihn mit einer Geldstrafe belegen oder ihm sogar vorübergehend die Fahrerlaubnis entziehen.
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