Obwohl das Register der beschlagnahmten Vermögenswerte Zehntausende von Objekten umfasst, macht die Anzahl der Vermögenswerte mit echtem wirtschaftlichem Potenzial nur einen kleinen Teil des Portfolios aus, erklärte der Experte des Antikorruptionsausschusses der Werchowna Rada und ehemalige stellvertretende Leiter der ARMA, Pawlo Velikorechanin, in einem Exklusivinterview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“.
Seinen Angaben zufolge existiert ein erheblicher Teil des Vermögens faktisch nur im Register oder befindet sich in einem Zustand, der eine kommerzielle Verwaltung unzweckmäßig macht.
Zu solchen Objekten zählte Velikoretschanin zerstörte Bauernhöfe, alte, unbrauchbare Fahrzeuge, illiquide Kellerräume, Vermögenswerte ohne die erforderlichen Dokumente sowie Objekte, die erst nach Beginn des umfassenden Krieges zerstört wurden.
Eine eigene Kategorie bilden landwirtschaftliche Vermögenswerte, die faktisch schon lange nicht mehr existieren, beispielsweise Einträge über nicht abgeerntete Ernten aus früheren Jahren.
Nach Ansicht von Velikorechanin muss die ARMA eine vollständige Bestandsaufnahme des Portfolios vornehmen und die tatsächlich wirtschaftlich attraktiven Unternehmensvermögenswerte herausfiltern.
Illiquide oder schnell an Wert verlierende Vermögenswerte sollten zügig über Auktionen verwertet werden, anstatt jahrelang im Register zu verbleiben.
Er schlug außerdem vor, Gerichtsentscheidungen zu Vermögenswerten zu überprüfen, für die es innerhalb weniger Monate nicht gelingt, einen Verwalter zu bestellen. Andernfalls finanziert der Staat weiterhin die Lagerung und Bewachung von Vermögenswerten, die nach und nach an Wert verlieren.
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