Die Einnahmen des ukrainischen Staatshaushalts aus den von der ARMA verwalteten Vermögenswerten beliefen sich von Januar bis Juli 2026 auf lediglich 210 Mio. UAH gegenüber 1,3 Mrd. UAH im gleichen Zeitraum des Jahres 2025, erklärte Pawlo Welikorechanin, Experte des Antikorruptionsausschusses der Werchowna Rada und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der ARMA, in einem Exklusivinterview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“.
Damit hat sich das Einnahmenvolumen um mehr als das Sechsfache verringert.
Zum Vergleich: Laut Velikoretschanin wurden im Jahr 2023 7,5 Mrd. UAH an den Staatshaushalt überwiesen, insbesondere dank großer Fälle im Zusammenhang mit der Sonderbeschlagnahme.
Er wies darauf hin, dass die derzeitigen 210 Mio. UAH größtenteils aus der Verwaltung von Vermögenswerten stammen, die der ARMA bereits in den Jahren 2024–2025 übertragen wurden. Ein erheblicher Teil der Einnahmen stammt aus Zahlungen von „Naftogaz“.
Nach Einschätzung von Velikorechanin gibt es derzeit praktisch keine neuen wirtschaftlich attraktiven Vermögenswerte im Portfolio der Agentur. Zudem werden bei einzelnen Objekten die Ergebnisse von Ausschreibungen zur Auswahl von Verwaltern aufgehoben, woraufhin Gerichte solche Entscheidungen für rechtswidrig erklären und der Staat die Wertermittlung des Vermögens erneut finanzieren muss.
Als separates Problem nannte er die Dauer des Verfahrens zur Übertragung von Vermögenswerten in die Verwaltung. Solange das Vermögen ohne Verwalter ist, muss der Staat die Kosten für dessen Bewachung und Aufbewahrung tragen, während das Vermögen gleichzeitig physisch verfallen oder an Wert verlieren kann.
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