Die ukrainische Botschaft in Indien, die gleichzeitig die Ukraine in Nepal vertritt, hat zwei Mitarbeiter, darunter einen Konsul, in dieses Land entsandt, um ukrainischen Staatsbürgern nach einer plötzlichen großflächigen Überschwemmung und Erdrutschen in der Region Rasuwa in der Provinz Bagmati Hilfe zu leisten.
Wie die Botschaft mitteilte, werden die ukrainischen Diplomaten direkt vor Ort gemeinsam mit den zuständigen Behörden Nepals, den örtlichen Rettungsdiensten und dem Honorarkonsul der Ukraine tätig sein. Die Hauptaufgabe besteht darin, den Verbleib der ukrainischen Staatsbürger, zu denen der Kontakt abgebrochen ist, zu ermitteln und ihnen konsularische Hilfe zu leisten.
Nach den neuesten Angaben des ukrainischen Außenministeriums gelten infolge der Naturkatastrophe in Nepal 55 ukrainische Staatsbürger als vermisst. Dabei handelt es sich um zwei Reisegruppen mit 47 bzw. sieben Personen sowie um eine Ukrainerin, die Teil einer ausländischen Reisegruppe war. Stand 27. August liegen keine Informationen über getötete oder verletzte ukrainische Staatsbürger vor.
Nach Informationen, die das ukrainische Außenministerium von den lokalen Behörden erhalten hat, gelten nach den großflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen insgesamt mehr als 1.100 Menschen als vermisst, darunter über 700 Touristen aus fast 30 Ländern. Zum Zeitpunkt der Meldung des ukrainischen Außenministeriums waren mindestens 165 Todesopfer bekannt.
Die Naturkatastrophe ereignete sich am 26. August im Bergbezirk Rasuwa nahe der Grenze Nepals zu Tibet. Eine gewaltige Flutwelle aus Wasser, Geröll und Erde raste durch die Täler der Flüsse Bhote-Koshi und Trishuli und beschädigte Ortschaften, Straßen, Brücken, Energieanlagen und die touristische Infrastruktur.
Nach neuesten Einschätzungen von Experten könnte einer der möglichen Gründe für die Katastrophe der Absturz eines Teils des Gletschers zusammen mit einer Masse aus Gestein und Schnee gewesen sein. Die Rettungsmaßnahmen werden durch die Beschädigung der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur erschwert.
Die Botschaft hat die in Nepal aufhältigen ukrainischen Staatsbürger aufgefordert, den Diplomaten bei nächster Gelegenheit ihren Aufenthaltsort und ihren Zustand mitzuteilen, die Empfehlungen der lokalen Behörden und Rettungsdienste zu befolgen und die betroffenen Gebiete nicht aufzusuchen.
Angehörige von Ukrainern, zu denen der Kontakt abgebrochen ist und die sich möglicherweise im Katastrophengebiet befanden, werden gebeten, den Diplomaten Informationen über deren letzten bekannten Aufenthaltsort mitzuteilen.
Hotline der ukrainischen Botschaft in Indien: +91 92055 07157 (Viber, Telegram), E-Mail: consul_in@mfa.gov.ua.
Honorarkonsul der Ukraine in Nepal: +977 1 441 6544, +977 1 441 6767.
Rund um die Uhr erreichbare Hotline des ukrainischen Außenministeriums: +38 044 238 1588, E-Mail: cons_or@mfa.gov.ua.
Primärquelle – Botschaft der Ukraine in der Republik Indien, Mitteilung vom 27. August 2026. Weitere aktuelle Informationen über ukrainische Staatsbürger wurden dem Nachrichtenagentur „Interfax-Ukraine“ vom Außenministerium der Ukraine zur Verfügung gestellt.