Wie „Der serbische Ökonom“ berichtet, sind vorzeitige Parlamentswahlen in Serbien laut lokalen Medien für den 25. Oktober 2026 geplant.
Zuvor hatte Präsident Aleksandar Vučić zwei mögliche Termine genannt – den 18. oder den 25. Oktober. Nun berichten die serbischen Medien Blic, Danas und andere, dass die Wahl auf den 25. Oktober gefallen ist. In den nächsten Tagen wird die Auflösung der Nationalversammlung erwartet, woraufhin der Wahlkampf offiziell beginnen soll.
Die größte Frage ist: Wird es der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) gelingen, vor dem Hintergrund anhaltender Proteste und wachsender Unterstützung für die Studentenbewegung ihre Mehrheit zu behalten?
Die jüngsten Umfragen zeichnen ein sehr unterschiedliches Bild. Nach Angaben von Faktor Plus lag die SNS im Frühjahr bei etwa 46 %, die potenzielle Studentenliste bei etwa 29 %. Spätere Erhebungen zeigten, dass der Abstand noch geringer sein könnte: CRTA schätzte im Juli die Unterstützung für die Studentenliste auf 44,9 %, für die SNS auf 35,7 %. Andere Umfragen sagen der SNS hingegen nach wie vor 45–47 % voraus.
Derzeit sieht die kurze Analyse wie folgt aus:
SNS / Block um Vučić – Favorit, Richtwert 36–47 %
Die Studentenliste – Hauptkonkurrent, Potenzial bei etwa 29–45 %, hängt jedoch stark von den Umfragen ab
Die SPS von Ivica Dačić – 5–7 %, wahrscheinlicher Koalitionspartner der Regierung
Die pro-europäische Opposition – könnte insgesamt ein beachtliches Ergebnis erzielen, bleibt jedoch zersplittert
Mi – Snaga Naroda, NPS, SSP, ZLF, Nova DSS – kämpfen um die Überwindung der Wahlhürde und um Einfluss auf die künftige Koalition
Das Basisszenario sieht vorerst wie folgt aus: Die SNS wird höchstwahrscheinlich die führende Kraft bleiben, doch die Wahlen könnten die umkämpftesten der letzten Jahre werden.
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