In den Niederlanden sind am Dienstag zwei Flugzeuge mit 28 Passagieren an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius gelandet, auf dem es zu einem Ausbruch des Hantavirus gekommen war. Ein niederländisches Krankenhaus, in dem ein Hantavirus-Patient behandelt wird, hat als Vorsichtsmaßnahme 12 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt, berichtet Reuters.
Westliche Medien berichten zudem, dass Passagiere, die keine niederländischen Staatsangehörigen sind, zur Behandlung in ihre Heimatländer zurückkehren werden.
Die Mitarbeiter des niederländischen medizinischen Zentrums an der Universität Nijmegen wurden für sechs Wochen in präventive Quarantäne gestellt, da sich herausstellte, dass bei der Arbeit mit den Proben die aktualisierten strengen Protokolle nicht eingehalten wurden. Das Krankenhaus teilte mit, dass das Ansteckungsrisiko für die Mitarbeiter dabei „sehr gering“ bleibe.
Nach neuesten Angaben sind drei Passagiere der MV Hondius an dem Hantavirus gestorben: ein Ehepaar aus den Niederlanden sowie eine deutsche Staatsbürgerin.
Etwa zehn Personen wurden positiv auf das Hantavirus getestet. Es wurde darauf hingewiesen, dass bei der verstorbenen Frau und bei einem Briten, der sich auf der Intensivstation in Südafrika befindet, der Hantavirus-Stamm „Andes“ nachgewiesen wurde. Nur diese Art des Hantavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen, betonte das Gesundheitsministerium des Landes. Westliche Medien berichteten, dass dieser Stamm in Lateinamerika verbreitet ist, insbesondere in Argentinien, wo die Kreuzfahrt begann.
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