Ausländische Investoren sind bereit, ukrainische Immobilien als Anlageobjekt zu betrachten, wenn der Bauträger keine Versprechungen und Präsentationen, sondern ein fertiges Produkt, ein verständliches Geschäftsmodell, eine transparente Finanzlogik und die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Investition bietet, erklärte Oleksandr Ovcharenko, Mitinhaber des Unternehmens Standard One, während seines Vortrags auf der Forbes Development 2026.
„Ein ausländischer Investor sollte keine schönen Versprechungen oder Bilder sehen, sondern ein fertiges Produkt und ein fertiges Geschäftsmodell. Der Investor muss alle Risiken, die er eingeht, die Amortisationszeit, die Rentabilität sowie unbedingt den Ausstieg aus dieser Investition verstehen“, betonte Ovcharenko.
Seinen Worten zufolge haben sich die Anforderungen ausländischer Investoren an Entwicklungsprojekte weder vor dem Ausbruch des umfassenden Krieges noch währenddessen grundlegend geändert. Entscheidend sind für sie nach wie vor Transparenz, eine verständliche Investitionsstruktur, ein bewährtes Geschäftsmodell und das Vorhandensein von realisierten Referenzprojekten.
Bei Standard One weist man darauf hin, dass das Unternehmen diesen Ansatz bereits bei seinem ersten Projekt „S1 VDNG“ umgesetzt hat. Von den 660 Wohnungen des Projekts wurden 235 von Nichtansässigen erworben, darunter Investoren aus Israel, den USA, EU-Ländern und Südkorea.
Laut Ovcharenko hängt das Interesse ausländischer Käufer mit der Verständlichkeit des „Build-to-Rent“-Modells zusammen, das auf den Märkten der EU, der USA und Großbritanniens bereits seit Langem funktioniert. Dieses Format ermöglicht es dem Investor, die Funktionsweise der Immobilie, die prognostizierte Rendite und ein mögliches Ausstiegsszenario zu bewerten.
„Wir haben dem Markt ein echtes Produkt, ein echtes Modell und das Format der renditestarken ‚Build-to-Rent‘-Immobilien angeboten, das in den entwickelten Ländern der Europäischen Union, den USA und Großbritannien bereits seit mehreren Jahrzehnten funktioniert. Der polnische Markt für Mietwohnimmobilien ist in den letzten Jahren um das Zehnfache gewachsen. Daher ist dieses Modell bewährt“, betonte er.
Das Unternehmen gibt an, dass die Rendite der Entwicklungsprojekte von Standard One bei 10 % p. a. in US-Dollar ohne Kapitalisierung liegt. Nach Einschätzung von Ovcharenko liegt dies deutlich über den etwa 4,5 % p. a., die insbesondere die Immobilienmärkte Israels oder der USA bieten können.
„Gerade dieser Renditeunterschied macht ukrainische Immobilien für ausländische Investoren interessant, die von niedrigeren Renditen in ihrer Heimat gewöhnt sind und nach effektiveren Möglichkeiten für die Kapitalanlage suchen“, erklärte der Mitinhaber von Standard One.
Gleichzeitig kehren ausländische Investoren, die in den vergangenen Jahren negative Erfahrungen mit dem ukrainischen Markt gemacht haben, nur vorsichtig zu Investitionen zurück. Für sie sind die Transparenz des Bauträgers, die Finanzberichterstattung, die rechtliche Struktur des Projekts und nachgewiesene Ergebnisse wichtig.
Ovcharenko merkte außerdem an, dass der moderne Investor pragmatischer geworden sei: Er strebe eine Risikostreuung an, investiere in liquide Projekte mit geringeren Mindestinvestitionsbeträgen und ziehe zunehmend das Format von kollektiven Kapitalanlagen in Betracht.
Als Antwort auf diese Nachfrage nennt die Gruppe S1 REIT – eine Investmentgesellschaft innerhalb der S1 Group, die es ermöglicht, bereits ab 1.000 UAH in Renditeimmobilien zu investieren und eine Rendite zu erzielen, die der Rendite eines Eigentümers einer einzelnen Wohnung entspricht.
Standard One ist ein ukrainisches Immobilienentwicklungsunternehmen, das das Konzept der renditestarken Wohnimmobilien im „Build-to-Rent“-Format vorantreibt. Das Unternehmen realisiert Projekte unter der Marke S1 und entwickelt Anlageinstrumente für die Beteiligung privater Investoren im Segment der Mietimmobilien.