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Das Auswahlverfahren für den Verwalter von IDS Ukraine ist in die Endphase eingetreten – ARMA

24 August , 2026  

Die Nationale Agentur für die Ermittlung und Verwaltung von Vermögenswerten (ARMA) hat innerhalb der festgelegten Frist fünf Angebote für die Teilnahme am Auswahlverfahren für den Verwalter der mit dem russischen Oligarchen Michail Friedmann verbundenen Vermögenswerte von IDS Ukraine – dem Hersteller von „Morshynska“ und „Mirgorodska“ – erhalten.
„Das Auswahlverfahren ist in die Endphase getreten. Nun stehen die Bewertung der eingereichten Angebote und die Ermittlung des professionellsten und fähigsten Verwalters an“, teilte die Behörde am Samstag auf Facebook mit.
Die Vermögenswerte von IDS Ukraine wurden auf Grundlage eines Gerichtsbeschlusses in die Verwaltung der ARMA überführt. Es handelt sich um einen geschlossenen Produktionskomplex mit einem vollständigen Geschäftszyklus: von der Gewinnung von Mineralwasser bis zur Herstellung und zum Vertrieb der Produkte, insbesondere im Ausland. Ende 2024 reichte das Justizministerium beim Obersten Antikorruptionsgericht (VAKS) einen Antrag auf Einziehung der Unternehmensrechte aller sieben Unternehmen der Gruppe in den Staatshaushalt ein, doch der Fall ist noch vor Gericht anhängig.
Im März 2023 wurde für zwei Unternehmen der Gruppe – die PrAT „Morshyn-Mineralwasserwerk ‚Oskar‘“ und die PrAT „IDS“ (IDS Ukraine) – die „Karpatski Mineralvody“ GmbH als Verwalterin ausgewählt, doch die Vereinbarung wurde auf Ebene des Kartellamtes nicht genehmigt und 2025 als nicht umgesetzt gekündigt.
Im Herbst 2025 erklärte die damalige Ministerpräsidentin Julia Svyrydenko, dass die ARMA ein Verfahren zur Übertragung der Verwaltung des gesamten IDS-Vermögenskomplexes im Rahmen einer öffentlichen Auktion eingeleitet habe. Am 22. Juni 2026 wurde berichtet, dass die ARMA einen weiteren Versuch unternehmen werde, einen Verwalter auszuwählen.
Bei IDS Ukraine spricht man sich gegen die Durchführung des Auswahlverfahrens aus. Zu den Argumenten gehört, dass über 50 % der Anteile des Unternehmens bestätigten internationalen Investoren gehören: der Familie Patarkatsishvili (34,83 %), der georgischen Regierung (7,73 %) und Minderheitsaktionären (7,45 %). Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die ARMA nicht über die erforderlichen Befugnisse zur Durchführung des Auswahlverfahrens verfügt und keine Identifizierung der Vermögenswerte vorgenommen hat, wie es das Gesetz vorschreibt.
Darüber hinaus erklärte IDS Ukraine, dass alle Aktionäre – und nicht nur sanktionierte Personen mit russischer Staatsangehörigkeit – vollständig von der Unternehmensführung ausgeschlossen seien und keinen Zugang zu den Einnahmen des Unternehmens hätten.

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