Die Ukraine hat 2025 den Export von titanhaltigen Erzen und Konzentraten drastisch reduziert: Nach Angaben des Staatlichen Zolldienstes gingen die Lieferungen in physischer Hinsicht um 96,2 % auf 277 Tonnen zurück, während die Einnahmen um 95,7 % auf 496 Tausend Dollar sanken.
Am deutlichsten hat sich die Geografie verändert: Der wichtigste Abnehmer nach Wert war Usbekistan mit einem Anteil von 35,61 % (ca. 176,6 Tausend US-Dollar), fast gleichauf lag die Türkei mit 35,01 % (ca. 173,6 Tausend US-Dollar) gefolgt von Ägypten mit 29,38 % (ca. 145,7 Tausend Dollar). Zum Vergleich: Im Jahr 2024 blieb die Türkei der Hauptmarkt, während der Anteil Usbekistans in den öffentlichen Statistiken nicht als entscheidend hervorgehoben wurde.
Die Einfuhr von titanhaltigem Erz in die Ukraine war 2025 gering – 78 Tonnen im Wert von 118.000 USD, fast vollständig aus China (ca. 116.000 USD) und zu einem kleinen Teil aus Kasachstan (ca. 2.000 USD).
Parallel zur Titanposition behielt die Ukraine den Export von kritischen Erzen und Konzentraten – Niob, Tantal, Vanadium und Zirkonium – bei: Im Jahr 2025 wurden 2.466 Tonnen im Wert von 3,954 Millionen Dollar exportiert. Die wichtigsten Märkte waren Spanien (48,90 %, etwa 1,93 Mio. USD), Deutschland (24,53 %, etwa 0,97 Mio. USD) und Italien (17,19 %, etwa 0,68 Mio. USD). Dabei beliefen sich die Importe dieser Gruppe in die Ukraine auf 469 Tonnen im Wert von 1,194 Millionen Dollar, wobei Spanien (72,86 %) dominierte.
Eine Besonderheit der Statistik ist der Faktor der Vertraulichkeit und der Exportkontrolle. Eine Reihe von Fachpublikationen und die Zollbehörde selbst haben zuvor darauf hingewiesen, dass ein Teil der Transaktionen mit Titanrohstoffen aufgrund von Beschränkungen für Militärgüter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck in aggregierteren Kategorien ausgewiesen werden kann, sodass die öffentlichen Daten unter dem Code 2614 nicht immer mit den Branchenschätzungen übereinstimmen.
Anfang 2026 setzte sich dieser Trend fort: Im Januar exportierte und importierte die Ukraine laut den Daten der Zollbehörde keine titanhaltigen Erze und Konzentrate und exportierte auch keine Niob-, Tantal-, Vanadium- und Zirkoniumerze (wobei es geringe Importe dieser Gruppe gab).