Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Ukraine muss von der Stabilisierung unter Kriegsbedingungen zu investitionsgetriebenem Wachstum übergehen – Urakin

Die ukrainische Wirtschaft bewahrt im Jahr 2026 dank internationaler Unterstützung und der Anpassung der Unternehmen an die Kriegsbedingungen eine relative makrofinanzielle Stabilität. Allerdings bleiben das geringe BIP-Wachstum, das zunehmende Außenhandelsdefizit und der Mangel an Arbeitskräften die größten Hindernisse für ihre Erholung.

Dies geht aus einem analytischen Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren der Ukraine und der Welt hervor, den Maksym Urakin, Direktor für Entwicklung und Marketing der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine, Doktor der Wirtschaftswissenschaften (PhD) und Gründer des Informations- und Analysezentrums Experts Club, am 6. November 2026 vorgestellt hat.

Die Untersuchung umfasst überwiegend Kennzahlen für Januar bis Juli 2026 und das zweite Quartal sowie einzelne statistische Präzisierungen, die nach Ablauf des Berichtszeitraums veröffentlicht wurden.

Nach Angaben des Staatlichen Statistikdienstes stieg das reale BIP der Ukraine im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lediglich um 0,4 %. Im Vergleich zum ersten Quartal wuchs die Wirtschaft unter Berücksichtigung saisonaler Faktoren um 0,3 %.

Somit kehrte die ukrainische Wirtschaft nach einem Rückgang um 0,6 % im ersten Quartal zu einer positiven Entwicklung zurück. Das Tempo der Erholung bleibt jedoch unzureichend, um das Produktionspotenzial rasch wiederherzustellen.

Die Nationalbank der Ukraine erhöhte im Juli ihre Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2026 auf 1,8 %. Für die Jahre 2027 bis 2028 erwartete sie eine Beschleunigung auf etwa 2,8 bis 3 % jährlich.

Eine der größten Herausforderungen bleibt der Außenhandel. Nach Angaben des Staatlichen Zolldienstes belief sich der Warenhandel der Ukraine von Januar bis Juli 2026 auf 82,2 Mrd. US-Dollar, darunter Exporte in Höhe von 24,1 Mrd. US-Dollar und Importe in Höhe von 58,1 Mrd. US-Dollar. Das Defizit im Warenhandel erreichte rund 34 Mrd. US-Dollar.

China blieb der größte Warenlieferant der Ukraine. Aus China wurden Waren im Wert von 16,8 Mrd. US-Dollar importiert. Auf den nächsten Plätzen folgten Polen mit 5,5 Mrd. US-Dollar und Deutschland mit 3,8 Mrd. US-Dollar.

Die wichtigsten Absatzmärkte für ukrainische Produkte waren Polen, die Türkei und Deutschland. Dabei entfielen rund 58,5 % der gesamten ukrainischen Warenexporte auf Lebensmittel.

Nach Einschätzung Urakins muss die Ukraine zur Verringerung des strukturellen Handelsdefizits die Produktion von Gütern mit hoher Wertschöpfung steigern, die verarbeitende Industrie entwickeln und neue Exportkapazitäten schaffen.

Ein wichtiger Faktor der makrofinanziellen Stabilität bleiben die internationalen Reserven. Zum 1. August 2026 beliefen sie sich auf 51,2 Mrd. US-Dollar und blieben damit im Juli nahezu unverändert.

Gleichzeitig verkaufte die Nationalbank im Laufe des Monats rund 4,76 Mrd. US-Dollar am Devisenmarkt, was auf einen erheblichen Bedarf der Wirtschaft an Fremdwährungen hinweist.

Auch die Inflationslage bleibt schwierig. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 7,7 %, nach 7,2 % im Juni. Die Kerninflation lag bei 8,1 %, während die Inflation im Dienstleistungssektor 13,7 % erreichte.

Im Haushaltsbereich blieb die Finanzierung der Verteidigung die wichtigste Priorität. In den ersten sieben Monaten wurden 1,63 Billionen Hrywnja beziehungsweise 63,2 % der Ausgaben des allgemeinen Fonds des Staatshaushalts für Sicherheit und Verteidigung bereitgestellt.

Dabei beliefen sich die internationalen Zuschüsse, die dem allgemeinen Fonds gutgeschrieben wurden, auf 569,6 Mrd. Hrywnja.

Die staatlichen und staatlich garantierten Schulden der Ukraine erreichten Ende Juli 9,57 Billionen Hrywnja beziehungsweise rund 214,2 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig ermöglicht das Überwiegen vergünstigter internationaler Finanzierungen, die Kosten des Schuldendienstes zu begrenzen.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage zeigten einzelne Branchen eine positive Entwicklung. Insbesondere stieg die landwirtschaftliche Produktion von Januar bis Juli gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um 17,2 %.

Der durchschnittliche Nominallohn betrug im Juli 32.243 Hrywnja und lag damit um 21,7 % über dem Vorjahreswert.

Gleichzeitig sind die Arbeitgeber weiterhin mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften konfrontiert, insbesondere in der Industrie, im Bauwesen und in der Logistik.

Weltwirtschaft wächst uneinheitlich

Der Überblick analysiert auch die wirtschaftliche Lage in den USA, der Europäischen Union, China, Indien, Großbritannien, der Türkei und Brasilien.

Nach der Juli-Prognose des Internationalen Währungsfonds sollte die Weltwirtschaft im Jahr 2026 um 3 % und im Jahr 2027 um 3,4 % wachsen.

Im zweiten Quartal 2026 wuchs die Wirtschaft des Euroraums nach revidierten Daten gegenüber dem Vorquartal um 0,6 %, während das BIP Großbritanniens um 0,4 % zunahm.

China verzeichnete im ersten Halbjahr ein Wirtschaftswachstum von 4,7 %, während Indien sein BIP von April bis Juni im Jahresvergleich um 7,8 % steigerte.

Gleichzeitig lag die jährliche Inflation in der Türkei im Juli weiterhin bei 31,75 % und damit deutlich über den Werten der meisten anderen großen Volkswirtschaften.

Nach Ansicht des Gründers von Experts Club bestätigen die globalen Trends die zunehmende Bedeutung der technologischen Entwicklung, der industriellen Modernisierung und der Investitionen in die Produktion.

Für die Ukraine bleiben insbesondere die Lokalisierung der Produktion, die Entwicklung des verteidigungsindustriellen Komplexes, der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, des Maschinenbaus, der Energieautonomie und der digitalen Technologien von Bedeutung.

Urakin ist der Ansicht, dass die künftige Wirtschaftspolitik der Ukraine nicht nur auf die Deckung des laufenden Haushaltsbedarfs ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf die Schaffung neuer Produktionsanlagen und produktiver Vermögenswerte, die langfristiges Wachstum gewährleisten können.

Gerade der Übergang von der Abhängigkeit von externer Finanzierung zur Entwicklung der eigenen Produktion und zum Export von Produkten mit hoher Wertschöpfung muss seiner Einschätzung nach die Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung der Ukraine nach dem Krieg bilden.

Der vollständige analytische Überblick von Maksym Urakin „Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren der Ukraine und der Welt zum Stand Ende Juli – Anfang August“ wurde am 6. November 2026 auf der Website der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine veröffentlicht.

Quelle: Interfax-Ukraine, analytischer Überblick vom 6. November 2026.

, , , , ,

Der algerische Botschafter bekundete seine Solidarität mit der Ukraine und betonte die Bedeutung der Diplomatie

Algerien bekundet seine Solidarität mit dem vom Krieg betroffenen ukrainischen Volk und setzt sich für einen gerechten und dauerhaften Frieden auf der Grundlage des Völkerrechts und der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen ein, erklärte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Algerien in der Ukraine, Ahmed Ouail.

Wie der Korrespondent der Agentur „Interfax-Ukraine“ berichtet, äußerte sich der Diplomat dazu während eines feierlichen Empfangs, der am 3. November in Kiew anlässlich des 72. Jahrestags des Beginns der algerischen Revolution am 1. November 1954 stattfand. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der ukrainischen Behörden, des diplomatischen Korps und der Öffentlichkeit teil.

„In diesem feierlichen Moment möchte ich unsere uneingeschränkte Solidarität mit dem ukrainischen Volk zum Ausdruck bringen, das in diesem Krieg enormes Leid und große Entbehrungen erdulden musste. Unsere Gedanken sind bei all jenen, die von dieser unbeschreiblichen menschlichen Tragödie betroffen sind“, erklärte der Botschafter.

Seinen Worten zufolge habe die historische Erfahrung Algeriens, das einen langwierigen Kampf um die Unabhängigkeit durchlaufen habe, die grundlegenden Prinzipien der Außenpolitik des Staates geprägt, insbesondere die Achtung der Souveränität, das Recht der Völker auf Selbstbestimmung, das Völkerrecht und die friedliche Beilegung von Konflikten.

„Heute, da wir diesen Jahrestag auf ukrainischem Boden begehen, erhalten diese Werte eine ganz besondere, tiefgreifende Bedeutung. Denn wir wissen aus unserer eigenen Geschichte nur zu gut, was die Lasten des Krieges, der Tod und das Leid der Familien wirklich bedeuten“, betonte Waïl.

Der Diplomat betonte, dass Algerien traditionell politischen und diplomatischen Mechanismen zur Beilegung internationaler Konflikte den Vorzug gibt.

„Unser Land ist nach wie vor davon überzeugt, dass eine politische und diplomatische Lösung, die auf den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen und des Völkerrechts basiert, der beste Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden ist. Selbst unter den schwierigsten Umständen muss die Diplomatie immer ihren Platz behalten, und die Hoffnung auf Frieden darf niemals erlöschen“, erklärte der Botschafter.

Besondere Aufmerksamkeit widmete er in seiner Rede der Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Algerien, die seit 1992 diplomatische Beziehungen unterhalten.
Nach den Worten von Uail bleibt die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit einer der wichtigsten Bereiche der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten.

Der Botschafter teilte mit, dass nach den ihm vorliegenden neuesten Daten das Volumen des bilateralen Handels etwa 763 Mio. US-Dollar betrug, ohne dabei den Berichtszeitraum zu präzisieren. Dabei ist Algerien ein bedeutender Absatzmarkt für ukrainische Agrarprodukte, vor allem für Weizen, während die Ukraine aus Algerien Energieträger und chemische Erzeugnisse importiert.

„Seit der Aufnahme unserer diplomatischen Beziehungen im Jahr 1992 haben unsere beiden Länder Beziehungen aufgebaut, die es verdienen, auch heute noch zum gegenseitigen Nutzen beider befreundeter Nationen gepflegt und gestärkt zu werden“, betonte der Diplomat.
Er schloss seine Rede mit dem Wunsch nach Frieden für die Ukraine und einer weiteren Festigung der Freundschaft zwischen den beiden Völkern.

Die algerische Revolution begann am 1. November 1954 und markierte den Beginn des nationalen Befreiungskampfes gegen die französische Kolonialherrschaft. Nach fast acht Jahren Krieg erlangte Algerien am 5. Juli 1962 die Unabhängigkeit. Der Jahrestag des Revolutionsbeginns am 1. November ist einer der wichtigsten Nationalfeiertage des Landes.

Die Demokratische Volksrepublik Algerien erkannte die Unabhängigkeit der Ukraine am 27. Dezember 1991 an. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten wurden am 20. August 1992 durch die Unterzeichnung eines entsprechenden bilateralen Protokolls offiziell aufgenommen.

Die algerische Botschaft in Kiew wurde 1992 eröffnet. Der erste algerische Botschafter, Belramul Kamerzerman, überreichte am 16. November 1992 dem ukrainischen Präsidenten Leonid Kravtschuk sein Beglaubigungsschreiben. Die ukrainische Botschaft in Algerien nahm im November 1999 ihre Arbeit auf.

Die wirtschaftliche Bedeutung Algeriens für die Ukraine wird durch die Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2026 bestätigt. Laut einer am 16. Juli 2026 veröffentlichten Studie des Informations- und Analysezentrums „Experts Club“ belegte Algerien gemessen am für die ukrainische Seite positiven Handelsbilanzsaldo bei Waren den vierten Platz unter den größten Handelspartnern der Ukraine.

Nach Berechnungen des Experts Club belief sich der Handelsüberschuss der Ukraine gegenüber Algerien im Zeitraum Januar bis Juni 2026 auf 309,2 Mio. $. Die ukrainischen Exporte in dieses Land erreichten etwa 388,6 Mio. $, während sich die Importe aus Algerien auf rund 79,3 Mio. $ beliefen.

Gemessen an der Höhe des positiven Handelssaldos lag Algerien nur hinter Spanien (578,1 Mio. US-Dollar), Ägypten (527,1 Mio. US-Dollar) und Moldawien (467,2 Mio. US-Dollar). Dabei wies die Ukraine laut Angaben des Experts Club nur mit 13 der 50 größten Handelspartner einen Überschuss auf, was die Bedeutung des algerischen Marktes für ukrainische Exporteure vor dem Hintergrund eines erheblichen Gesamtdefizits im Außenhandel unterstreicht.

Algerien bleibt einer der wichtigsten Märkte für ukrainische Agrarexporte nach Nordafrika. Die Aufrechterhaltung und der Ausbau des Zugangs zu diesem Markt sind von Bedeutung für die Deviseneinnahmen, die geografische Diversifizierung der ukrainischen Exporte und die Entwicklung der handelspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern.

, , , , ,

Die Ukraine hat 10,8 Millionen Tonnen Mais geerntet und damit die Ernte auf 37,5% der Anbaufläche abgeschlossen

Bis zum 3. November 2026 haben die ukrainischen Landwirte 10,78 Mio. Tonnen Mais auf einer Fläche von 1,72 Mio. ha geerntet, was 37,5 % der prognostizierten Anbaufläche entspricht, wie das Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine mitteilte.

Nach Angaben des Ministeriums lag der durchschnittliche Maisertrag bei 62,8 ts/ha. Zum gleichen Zeitpunkt der letztjährigen Erntekampagne betrug er laut vorläufigen Daten vom 31. Oktober 2025 61,5 ts/ha.
Somit stieg der Maisertrag um etwa 2,1 %.

Gleichzeitig verläuft die Ernte langsamer als im Vorjahr. Ende Oktober 2025 waren 40 % der Anbauflächen abgeerntet, während es zum 3. November dieses Jahres nur 37,5 % waren.

In der letzten Woche haben die Landwirte die Bruttoernte an Mais um etwa 2,9 Millionen Tonnen gesteigert. Stand 27. Oktober waren 7,89 Millionen Tonnen geerntet worden, während dieser Wert Anfang November auf 10,78 Millionen Tonnen angestiegen war.
Der wöchentliche Zuwachs der Bruttoernte betrug etwa 36,6 %.

Gleichzeitig sind noch über 2,86 Mio. ha Mais, also 62,5 % der prognostizierten Anbauflächen, nicht abgeerntet.
Die weiteren Ergebnisse der Ernte dieser Kultur werden einen entscheidenden Einfluss auf die Gesamternte an Getreide in der Ukraine im Jahr 2026 haben, da die Ernte von Weizen, Gerste und Erbsen bereits abgeschlossen ist.

Mais bleibt eine der wichtigsten Getreideexportkulturen der Ukraine. Er wird zur Herstellung von Mischfutter, in der Lebensmittelindustrie und als Rohstoff für die industrielle Verarbeitung verwendet.
Die Bruttoernte an Getreide und Hülsenfrüchten in der Ukraine belief sich zum 3. November auf 44,62 Millionen Tonnen, was 75,1 % der prognostizierten Anbauflächen entspricht.

Quellen: Ministerium für Agrarpolitik, Mitteilung vom 3. November 2026; Wirtschaftsministerium, Ernteergebnisse zum Stand vom 31. Oktober 2025.

, , , ,

„Centravis“ verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von 137,2 Mio. UAH

Die PrJSC „Centravis Production Ukraine“ (Centravis Production Ukraine, Nikopol, Oblast Dnipropetrowsk), die zur Holding Centravis Ltd. gehört, verzeichnete nach den Geschäftsergebnissen für Januar bis September dieses Jahres einen Nettoverlust in Höhe von 137,198 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Nettogewinn von 158,111 Mio. UAH erzielt worden war.
Laut dem Zwischenbericht des Unternehmens, der der Agentur „Interfax-Ukraine“ vorliegt, belief sich der Verlust im dritten Quartal auf 74,387 Mio. UAH.
In diesem Zeitraum stieg der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren um 2 % auf 4 Mrd. 41,663 Mio. UAH, davon entfielen im dritten Quartal 1 Mrd. 34,852 Mio. UAH.
Der ungedeckte Verlust belief sich Ende September auf 880,251 Mio. UAH.
In dem Bericht wird festgestellt, dass der alleinige Aktionär des Unternehmens im dritten Quartal 2026 den Beschluss gefasst hat, die PrJSC „Centravis Production Ukraine“ durch Umwandlung in eine GmbH aufzulösen. Dieser Beschluss zielt auf die Optimierung der Unternehmensführung, die Vereinfachung der Unternehmensabläufe und die Senkung der Verwaltungskosten ab, die mit der Organisation und Rechtsform einer Aktiengesellschaft verbunden sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts befindet sich das Umwandlungsverfahren gemäß den Anforderungen der ukrainischen Gesetzgebung in der Umsetzungsphase.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass die EU ab dem 1. Juli 2026 gemäß der Verordnung (EU) 2026/1384 Zollkontingente für Stahlimporte anwendet; für Einfuhren, die das Kontingent überschreiten, wird ein Zollsatz von 50 % erhoben. In der Kategorie 22 (nahtlose Rohre aus rostfreiem Stahl), zu der die Hauptprodukte des Unternehmens gehören, wurde der Ukraine ein separates Kontingent von 6.524 t pro Jahr zugeteilt, das vierteljährlich aufgeteilt wird.
Um die Auswirkungen der Kontingente zu mindern, überwacht das Unternehmen täglich die Kontingentauslastung anhand der TARIC-Daten und plant gemeinsam mit den Kunden den Zeitplan für Versand und Zollabfertigung. In neuen Verträgen wendet das Unternehmen die Incoterms-Bedingungen DAP oder FCA anstelle von DDP an, bei denen der Käufer als Anmelder und Zahler der Einfuhrzölle fungiert. Zudem sieht das Unternehmen in neuen Verträgen das Recht vor, die Lieferung ohne Vertragsstrafen auf das nächste Quartal zu verschieben.
Mittelfristig baut das Unternehmen seinen Absatz auf Märkten außerhalb der EU aus, insbesondere im Nahen Osten und auf den amerikanischen Märkten; im Jahr 2026 erhielt es die API-5CRA-Zertifizierung für den Öl- und Gassektor. Parallel dazu setzt sich das Unternehmen direkt, über die ukrainische Regierung und Branchenverbände für die Wiederherstellung der Quote für die Ukraine auf das Niveau von 2021 ein, insbesondere im Rahmen der neuen länderbezogenen Quotenzuteilung, die ab dem 1. Januar 2027 erwartet wird.
„Das Unternehmen modelliert verschiedene Finanzszenarien: Export im Rahmen der Quote, Export über die Quote hinaus mit einem Zollsatz von 50 % sowie eine Neuausrichtung auf andere Märkte. Diese Szenarien sowie die Auswirkungen des Mechanismus zur Anpassung der CO₂-Emissionen an der Grenze (CBAM) sind im Haushalt für 2027 berücksichtigt: Ab Februar 2027 werden Importeure in die EU CBAM-Zertifikate für Einfuhren im Jahr 2026 erwerben. Das Unternehmen bewertet die Auswirkungen der Szenarien auf das Umlaufvermögen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung der Zollzahlung, die der EU-Zoll in Form einer Kaution verlangt, sobald 90 % der Quote ausgeschöpft sind, sowie im Hinblick auf die Überprüfung auf Wertminderung von Vermögenswerten“, heißt es in dem Bericht.
Wie berichtet, verzeichnete „Centravis“ im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust in Höhe von 61,012 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettogewinn von 210,208 Mio. UAH erzielt wurde. In diesem Zeitraum stieg der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren auf 1 Mrd. 419,990 Mio. UAH, gegenüber 1 Mrd. 255,258 Mio. UAH im ersten Quartal 2025.
„Centravis“ verzeichnete im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 62,811 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettogewinn von 133,693 Mio. UAH erzielt wurde. Der Nettoumsatz stieg um 11,3 % auf 3 Mrd. 6,811 Mio. UAH.
Dem Jahresbericht zufolge verringerte „Centravis“ im Jahr 2025 den Nettogewinn auf 154,094 Mio. UAH gegenüber 310,045 Mio. UAH im Jahr 2024; der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren sank auf 5 Mrd. 519,669 Mio. UAH gegenüber 5 Mrd. 226,606 Mio. UAH. Dabei beliefen sich die Umsatzerlöse in der Ukraine im Jahr 2025 auf 202,149 Mio. UAH.
„Centravis“ wurde im Jahr 2000 gegründet und gehört zu den zehn größten Herstellern nahtloser Edelstahlrohre weltweit. Die Hauptproduktionsstätten des Unternehmens befinden sich in Nikopol (Oblast Dnipropetrowsk). Im Jahr 2023 wurde eine Niederlassung des Unternehmens in Uschhorod eröffnet.
Die Holding Centravis Ltd. wurde auf der Grundlage der AG „Nikopoler Werk für rostfreie Rohre“ sowie der Dienstleistungs- und Handelsunternehmen der GmbH „Produktions- und Handelsunternehmen „YUVIS“ gegründet. Zu den Aktionären gehören Mitglieder der Familie Atanasov.
Nach Angaben der Nationalen Wertpapieraufsichtsbehörde (NDU) vom August, Stand 3. November 2026, befinden sich 100 % der Anteile an der PrAT „Centravis Production Ukraine“ im Besitz von Centravis SA (Centravis AG, Centravis Ltd, Schweiz).
Das gezeichnete Kapital der PrJSC beträgt 206,895 Mio. UAH, der Nennwert einer Aktie beträgt 1 UAH.

, , , ,

Ukraine hat 10,8 Millionen Tonnen Mais geerntet und die Ernte auf 37,5 % der Flächen abgeschlossen

Die ukrainischen Landwirte haben mit Stand vom 3. November 2026 insgesamt 10,78 Millionen Tonnen Mais auf einer Fläche von 1,72 Millionen Hektar geerntet, was 37,5 % der prognostizierten Flächen entspricht, teilte das Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine mit.

Nach Angaben des Ministeriums erreichte der durchschnittliche Maisertrag 62,8 Dezitonnen pro Hektar. In einer vergleichbaren Phase der letztjährigen Erntekampagne lag er nach vorläufigen Angaben vom 31. Oktober 2025 bei 61,5 Dezitonnen pro Hektar.

Damit stieg der Maisertrag um etwa 2,1 %.

Gleichzeitig bleibt das Tempo der Maisernte hinter dem Vorjahr zurück. Ende Oktober 2025 war der Mais auf 40 % der Flächen geerntet worden, während es am 3. November dieses Jahres lediglich 37,5 % waren.

In der vergangenen Woche erhöhten die Landwirte die gesamte Maisernte um rund 2,9 Millionen Tonnen. Mit Stand vom 27. Oktober waren 7,89 Millionen Tonnen gedroschen worden, während dieser Wert Anfang November auf 10,78 Millionen Tonnen gestiegen war.

Der wöchentliche Zuwachs der Gesamternte betrug rund 36,6 %.

Gleichzeitig sind mehr als 2,86 Millionen Hektar Mais beziehungsweise 62,5 % der prognostizierten Flächen noch nicht abgeerntet.

Die weiteren Ergebnisse der Maisernte werden einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Getreideernte in der Ukraine im Jahr 2026 haben, da die Ernte von Weizen, Gerste und Erbsen bereits abgeschlossen ist.

Mais bleibt eine der wichtigsten Exportgetreidearten der Ukraine. Er wird zur Herstellung von Mischfutter, in der Lebensmittelindustrie sowie als Rohstoff für die industrielle Verarbeitung verwendet.

Die gesamte Ernte von Getreide und Hülsenfrüchten in der Ukraine belief sich mit Stand vom 3. November auf 44,62 Millionen Tonnen, wobei 75,1 % der prognostizierten Flächen abgeerntet waren.

Quellen: Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung, Mitteilung vom 3. November 2026; Wirtschaftsministerium, Ernteergebnisse mit Stand vom 31. Oktober 2025.

, , , ,

Die Ukraine hat die Anbaufläche für Winterraps für die Ernte 2027 um 91.000 ha erweitert

Wie der Experts Club berichtet, haben ukrainische Landwirte bis zum 4. November 2026 1,152 Mio. ha mit Winterraps eingesät, was 91,3 Tausend ha oder 8,6 % mehr ist als zum entsprechenden Zeitpunkt des Vorjahres, teilte das Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine mit.
Nach Angaben des Ministeriums haben die Landwirte 104,2 % der Prognose für die Rapsaussaat erfüllt und die ursprünglich geplante Fläche um etwa 46.000 ha übertroffen.
Somit war Winterraps die einzige der wichtigsten Winterkulturen, deren Anbaufläche nicht nur die Prognose übertraf, sondern im Vergleich zum Vorjahr auch einen deutlichen Anstieg verzeichnete.
Zum Vergleich: Die Gesamtanbaufläche für Wintergetreide war Anfang November im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Jahres 2025 um 8,3 % zurückgegangen. Weizen und Triticale wurden um 8,1 % weniger ausgesät, Gerste um 12,1 % weniger.
Gleichzeitig zeigt Winterraps eine entgegengesetzte Entwicklung, was auf ein gesteigertes Interesse der Landwirte am Anbau von Ölsaaten hindeuten könnte.
Die größten Anbauflächen für Winterraps befinden sich in der Oblast Odessa, wo 195.000 ha ausgesät wurden. Das entspricht etwa 16,9 % der gesamten ukrainischen Anbaufläche dieser Kultur.
An zweiter Stelle steht die Oblast Winnyzja mit 125.000 ha, an dritter Stelle die Oblast Mykolajiw, wo 98.000 ha mit Raps bepflanzt wurden.
Zu den fünf führenden Oblasten gehören außerdem die Oblast Chmelnyzkyj mit 85.700 ha und die Oblast Ternopil mit 79.300 ha.
Insgesamt entfallen auf diese fünf Regionen 583.000 ha, was 50,6 % der gesamten Anbaufläche für Winterraps in der Ukraine entspricht.
In der letzten Woche haben sich die Anbauflächen um 16.900 ha vergrößert. Stand 28. Oktober waren 1,135 Mio. ha ausgesät, was 102,7 % der Prognose entspricht.
Winterraps ist eine der wichtigsten Ölpflanzen der Ukraine und ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Pflanzenöl, Futtermittelkomponenten und Biokraftstoffen. Ein erheblicher Teil des in der Ukraine angebauten Rapses wird traditionell exportiert, vor allem in europäische Länder, wo er in der Lebensmittelindustrie und bei der Herstellung von Biodiesel verwendet wird.
Die Ausweitung der Anbauflächen schafft die Voraussetzungen für einen Anstieg der Rapserzeugung in der Saison 2027, doch das endgültige Erntevolumen wird von den Wetterbedingungen, dem Zustand der Bestände nach dem Winter und dem Ertrag abhängen.
Wie berichtet, waren in der Ukraine zum Stand vom 4. November 2025 1,060 Mio. ha mit Winterraps eingesät.
Quellen: Ministerium für Agrarpolitik, Mitteilung vom 4. November 2026; Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Daten vom 4. November 2025.

https://www.experts.news/posts/ukrayina-zbilshyla-posivy-ozymoho-ripaku-na-91-tys-ha-pid-urozhay-2027-roku

, , , ,