Der Stromimport ging im September 2026 im Vergleich zum August um 58,6 % zurück – auf 76,1 Tausend MWh, was den niedrigsten Wert seit November 2023 darstellt; die Exporte stiegen hingegen um 24,4 % auf 473,7 Tausend MWh, was das höchste Monatsvolumen seit September 2025 darstellt.
„Damit war die Ukraine den dritten Monat in Folge Nettoexporteur, und die Verkäufe überstiegen die Einkäufe um das 6,2-Fache“, teilte das Analysezentrum DIXI Group am Donnerstag unter Berufung auf Daten von Energy Map mit.
Wie das Zentrum feststellte, blieb das Wetter der Hauptfaktor für die Entwicklung des Außenhandels. Der September war deutlich kühler als der August: Der Bedarf an Klimatisierung entfiel, und die Heizperiode hatte noch nicht begonnen, sodass die Nachfrage moderat blieb. Gleichzeitig führten kürzere Tageslichtstunden und Bewölkung zu einem Rückgang der Stromerzeugung aus privaten und industriellen Solarkraftwerken.
Die Preissituation blieb für den Export günstig. Im September lag der durchschnittliche Preisindex für Grundlaststrom (BASE) auf dem Day-Ahead-Markt (DAM) in der Ukraine bei 116,2 EUR/MWh – 29–50 % unter dem Niveau der Nachbarmärkte: in Polen – 149,8 EUR/MWh, in der Slowakei – 163,8 EUR/MWh, in Rumänien – 174,4 EUR/MWh.
Allerdings bleibt, wie die DIXI Group erklärte, der seit dem 1. Januar 2026 geltende CO₂-Ausgleichsmechanismus der CBAM ein hemmender Faktor für den Stromexport in die EU-Länder, da er den Preis für ukrainischen Strom auf dem europäischen Markt erhöht und sich negativ auf dessen preisliche Wettbewerbsfähigkeit sowie auf die Margen der Exporteure auswirkt.
Nach Angaben von Energy Map hatte Ungarn im September mit 232,5 Tausend MWh bzw. 49,1 % den größten Anteil an den Exporten. Auf Moldawien entfielen 152,5 Tausend MWh (32,2 %), auf Rumänien 81,6 Tausend MWh (17,2 %), auf die Slowakei 5,3 Tausend MWh (1,1 %) und auf Polen 1,8 Tausend MWh (0,4 %).
Im Vergleich zum August 2026 stiegen die Exporte nach Rumänien, Ungarn und Moldawien um 14–36 %, während sie nach Polen und in die Slowakei um 39 % bzw. 75 % zurückgingen.
Im Jahresvergleich sank das Gesamtexportvolumen um 25,4 % gegenüber September 2025 (635,1 Tausend MWh).
Hauptimportquelle blieb weiterhin Ungarn, aus dem 38,8 Tausend MWh (50,9 %) geliefert wurden. Auf Polen entfielen 17,0 Tausend MWh (22,4 %), auf Rumänien 14,8 Tausend MWh (19,4 %), auf die Slowakei 5,4 Tausend MWh (7,1 %) und auf Moldawien 0,1 Tausend MWh (0,2 %).
Im Vergleich zum August 2026 gingen die Importe in allen Richtungen um 37–87 % zurück. Der Handel mit der Slowakei fand nur in den ersten fünf Tagen des Monats statt; ab dem 6. September lagen die Mengen in dieser Richtung bei Null.
Zum Vergleich: Im September 2025 beliefen sich die Stromimporte auf 139,7 Tausend MWh, was 83,5 % mehr war als im September 2026, wie die DIXI Group feststellte.
Ukrainische Obst- und Gemüseproduzenten präsentierten einen gemeinsamen nationalen Messestand auf der internationalen Messe „Fruit Attraction 2026“, die vom 6. bis 8. Oktober in Madrid stattfindet, teilte der Ehrenvorsitzende des gemeinnützigen Vereins „UKRSADVINPROM“, Wolodymyr Pechko, mit.
Seinen Worten zufolge hat die Teilnahme der Ukraine an der Messe nicht nur repräsentativen, sondern auch praktischen Bedeutung für den Export, da sie den Erzeugern die Möglichkeit bietet, direkt mit internationalen Einkäufern, Importeuren, Einzelhändlern und Distributoren zusammenzuarbeiten.
„Für ukrainische Erzeuger ist dies eine Gelegenheit, ihre Produkte internationalen Käufern direkt vorzustellen, neue Partner zu finden, Exportkontakte zu knüpfen und zu zeigen, dass der ukrainische Obst- und Beerenanbau auch unter Kriegsbedingungen weiterarbeitet, sich weiterentwickelt und internationale Märkte erschließt“, erklärte Pechko.

Die „Fruit Attraction“ ist eine der größten internationalen Fachmessen im Obst- und Gemüsesektor. Sie wird von IFEMA MADRID und FEPEX organisiert. Im Jahr 2026 findet die Messe bereits zum 18. Mal statt und versammelt rund 2.500 Unternehmen aus 78 Ländern. Die Ausstellungsfläche beträgt 162.000 Quadratmeter, und die Veranstalter erwarten mehr als 121.000 Fachbesucher aus über 150 Ländern.
Am ukrainischen Nationalstand präsentieren sich „Vitamin 2025“, der landwirtschaftliche Betrieb „Gadz“, die „Agrar-Kompanija 2004“ GmbH, die „GRIBNYI BUSINESS“ GmbH, das Unternehmen „Alta Kraina“, die Agrarfirma „Korsun“, der landwirtschaftliche Betrieb „Vladam“, der gemeinnützige Verein „U-Food“ sowie der Verband „UKRSADVINPROM“.
Veranstalter des nationalen Messestandes ist der Verband „UKRSADVINPROM“ unter der Leitung von Wolodymyr Pechko. Die Organisation vertritt die Interessen ukrainischer Erzeuger in den Bereichen Obstbau, Beerenanbau, Weinbau, Weinherstellung und Nussanbau.

Laut Pechko ermöglicht die Teilnahme an solchen internationalen Veranstaltungen nicht nur die Präsentation einzelner Unternehmen, sondern auch die Vermittlung eines ganzheitlichen Bildes von der Ukraine als zuverlässigem Hersteller und Exporteur hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Der nationale Messestand wurde mit Unterstützung des International Trade Centre im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten Projekts EU4Business unter der Schirmherrschaft der zuständigen ukrainischen Ministerien und der ukrainischen Botschaft in Spanien organisiert.
Die „Fruit Attraction“ findet vom 6. bis 8. Oktober in Madrid statt. Die Messe deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Obst- und Gemüsebranche ab – von der Produktion von frischem Obst und Gemüse bis hin zu Verarbeitung, Verpackung, Logistik, Technologien und internationalem Handel.
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Der IT-Sektor ist nach wie vor die größte Quelle für Exporteinnahmen im Dienstleistungssektor der Ukraine: Im Zeitraum Januar bis August 2026 entfielen 41 % der gesamten Dienstleistungsexporte des Landes auf Computerdienstleistungen, wie aus einer Analyse des Experts Club auf der Grundlage von Daten der Nationalbank der Ukraine hervorgeht.
In den ersten acht Monaten exportierte die Ukraine Dienstleistungen im Wert von 10,9 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht.
Der Export von IT-Dienstleistungen erreichte 4,46 Mrd. US-Dollar und stieg damit im Jahresvergleich um 4 %.
Das bedeutet, dass mehr als 4 von 10 US-Dollar, die dem Land durch den Export von Dienstleistungen zufließen, vom IT-Sektor erwirtschaftet werden.
Dabei machten Dienstleistungen insgesamt rund 30 % der gesamten ukrainischen Exporte aus. Der Warenexport belief sich von Januar bis August auf 24,9 Mrd. US-Dollar, der Export von Waren und Dienstleistungen zusammen auf 35,8 Mrd. US-Dollar.
Dieses Verhältnis zeugt von der außerordentlich hohen Bedeutung der IT für den Außenhandel der Ukraine: Ein einziger Dienstleistungssektor erwirtschaftet allein rund 12 % der gesamten Exporteinnahmen des Landes.
Zum Vergleich der Entwicklung des IT-Sektors selbst: Der Wert der ersten acht Monate des Jahres 2026 entspricht bereits in etwa dem Ergebnis des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2023, liegt jedoch weiterhin um 9 % unter dem Rekordniveau von 2022.
Somit festigt die IT-Branche im Jahr 2026 nach mehreren Jahren des Rückgangs ihre Position und bleibt ein systemrelevanter Exportsektor der ukrainischen Wirtschaft.
Datenquelle: Nationalbank der Ukraine.
Der Export ukrainischer IT-Dienstleistungen stieg von Januar bis August 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 % auf 4,46 Mrd. US-Dollar, wie aus den von Experts Club analysierten Daten der Nationalbank der Ukraine hervorgeht.
Gemessen an den Deviseneinnahmen kehrte der Sektor faktisch auf das Niveau des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2023 zurück, hat jedoch noch nicht die Höchstwerte von 2022 erreicht.
Im Zeitraum Januar bis August 2022 lag das Volumen der IT-Exporte um etwa 9 % über dem aktuellen Wert.
Somit lässt sich die Entwicklung der letzten Jahre in zwei Phasen unterteilen: Nach dem Rekordjahr 2022 gingen die ukrainischen IT-Exporte zunächst zurück, zeigen aber im Jahr 2026 wieder ein Wachstum.
Die Bedeutung der IT für den gesamten ukrainischen Dienstleistungssektor bleibt weiterhin besonders groß. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 exportierte die Ukraine Dienstleistungen im Wert von 10,9 Mrd. US-Dollar, was etwa 6 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums liegt.
Auf den IT-Sektor entfielen 41 % dieses Betrags, d. h. mehr als 4 US-Dollar von jedem 10 US-Dollar, den die Ukraine durch den Export von Dienstleistungen eingenommen hat.
Auch im Verhältnis zum gesamten Außenhandel bleibt der Anteil des Sektors beträchtlich. Die Gesamtexporte von Waren und Dienstleistungen beliefen sich von Januar bis August auf 35,8 Mrd. US-Dollar, wovon 4,46 Mrd. US-Dollar auf IT-Unternehmen und Fachkräfte entfielen.
Damit macht der IT-Anteil etwa 12 % der gesamten Exporte des Landes aus – ungefähr jeder achte Dollar der Exporteinnahmen.
Sofern das derzeitige Tempo anhält, könnte der Sektor das Jahr 2026 mit dem besten Ergebnis der letzten Jahre abschließen; um jedoch wieder die Rekordwerte von 2022 zu erreichen, muss sich das Wachstumstempo beschleunigen.
Datenquelle: Nationalbank der Ukraine.
Die Ukraine erzielte im Zeitraum Januar bis August 2026 4,46 Mrd. US-Dollar aus dem Export von IT-Dienstleistungen, womit der Technologiesektor rund 12 % der gesamten Waren- und Dienstleistungsexporte des Landes ausmachte, wie aus Daten der Nationalbank der Ukraine hervorgeht, die vom Experten- und Analysezentrum Experts Club ausgewertet wurden.
Somit entfällt etwa jeder achte Dollar der Exporteinnahmen der Ukraine auf IT-Dienstleistungen.
Die Gesamtexporte der Ukraine an Waren und Dienstleistungen beliefen sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 auf 35,8 Mrd. US-Dollar und blieben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert.
Den größten Teil der Deviseneinnahmen macht nach wie vor der Warenexport aus – 24,9 Mrd. US-Dollar oder etwa 70 % des Gesamtvolumens. Der Export von Dienstleistungen belief sich auf 10,9 Mrd. US-Dollar, wovon 4,46 Mrd. US-Dollar auf den IT-Bereich entfielen.
Somit macht der IT-Sektor bei einem Anteil der Dienstleistungen am Gesamtexport des Landes von etwa 30 % allein etwa 12 % der gesamten Exporteinnahmen der Ukraine aus.
Wie Analysten des Experts Club feststellen, verdeutlichen diese Zahlen die besondere Rolle der IT für den ukrainischen Außenhandel. Im Gegensatz zum Warenexport sind technologische Dienstleistungen praktisch unabhängig von der Seelogistik, der Durchlasskapazität der Grenzen und dem physischen Transport der Produkte.
Zudem bleibt die IT-Branche der größte Bestandteil des ukrainischen Dienstleistungsexports. Auf Computerdienstleistungen entfallen etwa 41 % der gesamten Exporteinnahmen des Dienstleistungssektors.
Im Zeitraum Januar bis August belief sich der Dienstleistungsexport der Ukraine auf 10,9 Mrd. US-Dollar und stieg damit im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um etwa 6 %. Der IT-Export stieg um 4 % auf 4,46 Mrd. US-Dollar.
Trotz der Erholung hat der IT-Sektor sein historisches Hoch aus dem Jahr 2022 noch nicht wieder erreicht. Der Export von IT-Dienstleistungen lag in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 weiterhin um etwa 9 % unter dem Wert des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2022.
Somit zeigt der ukrainische IT-Export einerseits eine Erholung nach den Rückgängen der vergangenen Jahre und behält andererseits eine außerordentlich wichtige Rolle bei der Generierung von Deviseneinnahmen des Landes bei.
Datenquelle: Nationalbank der Ukraine. Die Berechnungen zur Exportstruktur basieren auf Daten der NBU, die von Opendatabot veröffentlicht wurden.
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Die Ukraine schlägt der Europäischen Union vor, die bestehende Quote für den zollfreien Export von ukrainischem Bioethanol in Höhe von 125.000 Tonnen pro Jahr zu erhöhen, um die Menge an Bioethanol zu berücksichtigen, die die Ukraine aus der EU als Bestandteil von Kraftfahrzeugbenzin importiert, teilte der Minister für Agrarpolitik und Ernährung, Taras Vysotskyi, Journalisten mit.
„Wir haben berechnet, dass die Ukraine derzeit monatlich etwa 10.000 Tonnen Bioethanol als Bestandteil von Benzin importiert … Dieser Vorschlag bezieht sich auf die Zeit des Kriegsrechts, da derzeit die Sicherheitslage es der Ukraine nicht erlaubt, Benzin mit Biokomponenten zu mischen, weshalb es importiert werden muss“, erklärte der Minister.
Er erinnerte daran, dass die Vorschrift über einen obligatorischen Anteil von mindestens 7 % Bioethanol in den Kraftstoffen der Marken A-92 und A-95 in der Ukraine seit dem 1. Juli dieses Jahres in Kraft ist, während die Quote von 125.000 Tonnen bereits im vergangenen Jahr festgelegt wurde, als Benzin noch ohne Bioethanol-Anteil importiert wurde.
Wysocki merkte an, dass die Quote flexibel gehandhabt werden könne: Wenn beispielsweise in einem Monat Benzin mit einem Bioethanolanteil von 5.000 Tonnen importiert werde, stehe damit zusätzlich eine Exportquote von 5.000 Tonnen zur Verfügung; wenn in einem Monat 15.000 Tonnen importiert würden, dann entsprechend 15.000 Tonnen.
Seinen Angaben zufolge könnte dies im Laufe eines Jahres insgesamt weitere rund 120.000 Tonnen Bioethanol ausmachen.
Nach Ansicht des Leiters des Ministeriums für Agrarpolitik könnte diese Idee der Ukraine mit großer Wahrscheinlichkeit von den europäischen Partnern angenommen und umgesetzt werden.
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