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Der Kryptomarkt hat sich in dieser Woche bei Bitcoin wieder über 70.000 $ erholt

13 März , 2026  

Wie Fixygen berichtet, stand die vergangene Woche für den Kryptomarkt im Zeichen hoher Volatilität, doch bis zum Ende der Woche konnten die digitalen Vermögenswerte einen Großteil ihrer Verluste wieder wettmachen. Am Freitag notierte Bitcoin bei rund 71.530 US-Dollar und stieg im Laufe des Tages auf 73.900 US-Dollar. Ethereum hielt sich bei 2.120 US-Dollar mit einem Tageshoch von 2.200 US-Dollar. Dies zeigt, dass der Markt nach einer nervösen Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten wieder dazu überging, Kursverluste aufzuholen.

Der wichtigste externe Treiber der Woche blieb der Konflikt um den Iran. Der Ölpreis stieg zu Beginn der Woche auf 119,5 $ pro Barrel, während sich Brent am Freitag bei etwa 100 $ hielt, was die Befürchtungen vor einer neuen Inflationswelle und einer Verschlechterung der globalen Risikostimmung verstärkte. Vor diesem Hintergrund handelte sich der Kryptomarkt zunächst wie ein klassischer Risiko-Anlagewert, zeigte sich dann aber stabiler als Aktien und eine Reihe anderer volatiler Instrumente.

Nach Ansicht der Analysten von Fixygen wurde der Markt durch institutionelle Kapitalzuflüsse gestützt. Laut Daten von CoinShares flossen in der Woche bis zum 9. März 619 Mio. $ in digitale Anlageprodukte, wobei fast der gesamte positive Impuls aus den USA kam. Auf Bitcoin entfielen 521 Mio. USD an Nettozuflüssen, auf Ethereum 88,5 Mio. USD und auf Solana 14,6 Mio. USD, während XRP im Gegensatz dazu einen deutlichen Abfluss in Höhe von 30,3 Mio. USD verzeichnete. In der Woche zuvor verzeichnete der Markt bereits Zuflüsse in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar nach fünf Wochen mit Abflüssen, was auf eine allmähliche Erholung der Nachfrage nach der Korrektur im Februar hindeutet.

Dabei verlief die Woche uneinheitlich. CoinShares stellt fest, dass Investoren in den ersten drei Tagen 1,44 Mrd. $ in digitale Vermögenswerte investierten, es dann aber am Donnerstag und Freitag aufgrund des Ölpreisanstiegs zu Abflüssen in Höhe von 829 Mio. $ kam. Mit anderen Worten: bleibt der Markt äußerst anfällig für makroökonomische Entwicklungen: Sobald Händler erneut das Risiko einer höheren Inflation und strafferer Zinserwartungen sahen, verschlechterte sich die Nachfrage nach Krypto-Assets sofort.

Aus fundamentaler Sicht war die Woche eher neutral-positiv. Einerseits bestehen weiterhin Erwartungen, dass der US-amerikanische ETF-Markt die Präsenz von institutionellem Kapital in Kryptowährungen schrittweise ausweiten wird. Andererseits sind in den USA erneut Schwierigkeiten im Zusammenhang mit einem zentralen Gesetzentwurf zur Regulierung des Kryptomarktes aufgetreten: Die Verhandlungen sind aufgrund eines Streits zwischen Banken und Krypto-Unternehmen über das künftige Modell von Stablecoin-Produkten ins Stocken geraten. Das bedeutet, dass der Markt weiterhin von Kapital unterstützt wird, aber keine vollständige regulatorische Klarheit vorliegt.

Kurzfristig sieht der Markt wie folgt aus: Bitcoin hat sich erneut über der psychologischen Marke von 70.000 $ etabliert, während Ethereum die 2.000-Dollar-Marke hält. Das ist ein gutes Zeichen nach der Nervosität im Februar und März. Sollte sich der Ölschock jedoch hinziehen und der Inflationsdruck zunehmen, könnten Kryptowährungen schnell wieder in eine Phase heftiger Ausverkäufe zurückfallen. Bislang endete die Woche eher zugunsten der Bullen: Das institutionelle Geld kehrte zurück, Bitcoin erholte sich, und der Markt zeigte, dass er selbst vor dem Hintergrund des Krieges und teurer Ölpreise noch nicht bereit ist, in eine Phase der vollständigen Kapitulation zu gehen.

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