Der größte polnische Marktplatz Allegro plant, ab Juni dieses Jahres die Lieferung von Waren von polnischen Verkäufern der Plattform in die Ukraine einzuführen und künftig eine separate Plattform Allegro.ua für ukrainische Unternehmen zu schaffen, heißt es in einer Meldung der polnischen Publikation Wiadomosci Handlowe unter Berufung auf Quellen.
„Wir beobachten einen klaren Wachstumstrend im Bereich des grenzüberschreitenden E-Commerce und ein wachsendes Interesse seitens ausländischer Kunden, darunter auch aus der Ukraine. Um unsere Partner bei ihrer regionalen Expansion noch effektiver zu unterstützen, führen wir derzeit die erste Phase einer neuen Liefermethode ein — Allegro International Ukraina“, heißt es in dem Material.
Es wird darauf hingewiesen, dass in der ersten Phase des Starts der Lieferung in die Ukraine mehrere hundert Verkäufer aus Polen in das Programm einbezogen werden.
„Im Rahmen der nächsten Phase wird Allegro sich für einen breiteren Kreis polnischer Verkäufer öffnen, die Kunden mit Wohnsitz in der Ukraine erreichen wollen“, erklärt die Publikation.
Nach Angaben von Wiadomosci Handlowe könnte die Integration von Allegro mit ukrainischen Verkäufern bereits 2027 erfolgen.
„Dies wäre ein Wendepunkt und zugleich ein Beweis dafür, dass Allegro beabsichtigt, ernsthaft mit Marktplätzen zu konkurrieren, die in der Ukraine tätig sind, wie etwa Rozetka“, stellte Wiadomosci Handlowe fest.
Insgesamt befindet sich der Marktplatz derzeit in der Phase der Vorbereitung auf den Start der neuen Richtung, insbesondere gewinnt er Partner und bietet ihnen technische und operative Unterstützung.
Außerdem wird präzisiert, dass die Lieferung von Paketen von polnischen Verkäufern an ukrainische Kunden von Nova Post durchgeführt wird.
Allegro ist der größte Marktplatz in Polen, der auch in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien und Slowenien tätig ist.
Im Jahr 2021 kündigte das Unternehmen die Übernahme der tschechischen E-Commerce-Gruppe Mall Group und des Logistikunternehmens WE|DO an. Die entsprechende Transaktion wurde im April 2022 abgeschlossen, was dem Marktplatz den Eintritt in die Märkte Tschechiens, der Slowakei, Ungarns, Kroatiens und Sloweniens ermöglichte.