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Die kirgisische Botschaft unterstützte eine literarische Diskussion über Aitmatow

1 Juni , 2026  

Die öffentliche literarisch-psychologische Diskussion „Männliches und Weibliches: Ein Dialog anhand der Texte von Chingiz Aitmatow und der heutigen Realität“, die dem Werk des kirgisischen Schriftstellers Chingiz Aitmatow gewidmet war, fand in Kiew unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Kirgisischen Republik in der Ukraine statt, wie der Pressedienst der Botschaft mitteilte.

„Für viele Ukrainer ist Taras Schewtschenko die Stimme der Nation. Für viele Kirgisen ist Chingiz Aitmatow ihr intellektuelles und humanistisches Gesicht“, sagte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Kirgisischen Republik in der Ukraine, Idris Kadyrkulow, in einem Kommentar gegenüber der Agentur während der Veranstaltung.

Nach den Worten des Diplomaten wollten die Organisatoren den Ukrainern durch Aitmatovs Werke nicht nur die kirgisische Literatur näherbringen, sondern auch die humanistischen Werte des kirgisischen Volkes – Respekt vor dem Menschen, gegenseitige Unterstützung, Liebe zu den Angehörigen und Verantwortung.

Die Veranstaltung fand auf Initiative der zivilgesellschaftlichen Plattform MÜTEŞEM QIRIM (MQ Community) statt und war dem Internationalen Tag der Familie gewidmet. Die Teilnehmer begannen das Treffen mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die gefallenen ukrainischen Soldaten und Zivilisten.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Videobotschaft des Sohnes des Schriftstellers Askar Aitmatov gezeigt, der seine Unterstützung für das ukrainische Volk zum Ausdruck brachte und dessen Standhaftigkeit während des Krieges würdigte.

Den praktischen Teil der Diskussion leiteten die Psychologen Gennadij Mustafajew und Katerina Golzberg gemeinsam mit der Aktivistin Lenije Ibragimowa. Die Teilnehmer analysierten Aitmatows Erzählungen „Dschamila“, „Meine kleine Pappel mit dem roten Tuch“ und „Der rote Apfel“ vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen, familiärer Beziehungen und der Persönlichkeitspsychologie.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die Bücher von Chingiz Aitmatow in ukrainischer Sprache, eine Ausstellung zur Kultur Zentralasiens sowie ein Porträt des Schriftstellers von Vasyl Perevalskyj, Volkskünstler der Ukraine, präsentiert.

Die Organisatoren betonten, dass die Veranstaltung ein Beispiel für Kulturdiplomatie und humanitären Dialog zwischen der Ukraine und Kirgisistan unter Kriegsbedingungen darstellte.

Quelle: https://interfax.com.ua/news/culture/1172642.html

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