Die Ukraine wird in den nächsten zwei Wochen gemeinsam mit ihren Partnern sehr detailliert prüfen, welche Finanzierungsquellen für die Umsetzung des Ukraine-Wohlstandsplans, der als Teil des Friedensabkommens entwickelt wird, bereitgestellt werden können, wie viel dieser Mittel aus öffentlichen Quellen stammen können und wie viel vom privaten Sektor finanziert werden kann, teilte der Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksiy Sobolev, mit.
„800 Milliarden Dollar (Gesamtvolumen des Ukraine Prosperity Plan – IF-U) stammen sowohl aus privaten als auch aus öffentlichen Quellen. Nach unseren Berechnungen sollten etwa 500 Milliarden Dollar in erster Linie aus öffentlichen Quellen stammen: in Form von Zuschüssen, Konzessionsdarlehen – also sowohl solche, die zurückgezahlt werden müssen, als auch solche, die nicht zurückgezahlt werden müssen”, sagte Sobolev auf einer Pressekonferenz nach den Ergebnissen der am 3. Januar in Kiew abgehaltenen Wirtschaftsberatungen mit Beratern für nationale Sicherheit aus 15 Partnerländern, dem Europäischen Rat, der Europäischen Kommission und der NATO.
Der Minister fügte hinzu, dass gleichzeitig daran gearbeitet werde, zu ermitteln, in welchen Wirtschaftssektoren es genügend Projekte für die nächsten 10 Jahre gibt, um das Interesse des privaten Sektors zu wecken, und über welche Instrumente dieses Kapital in die Ukraine fließen kann.
Seinen Worten zufolge wird diese Arbeit bereits seit langem durchgeführt, wobei die Weltbank und die Europäische Union einbezogen wurden, sodass bereits vorläufige Berechnungen vorliegen.
„Jetzt müssen wir mit allen Ländern die Zahlen für die einzelnen Sektoren und den Gesamtbedarf sowie die Quellen, die in diesen 10 Jahren gefunden werden können, abstimmen“, erklärte Sobolev.
Er wies darauf hin, dass man bestrebt sei, mehr Finanzmittel aus dem privaten Sektor zu mobilisieren, da dies zusätzliche Investitionen in der Ukraine bringe und die Reformen verbessere.
„Aber der private Sektor kommt erst, wenn es einen Sicherheitsrahmen, eine Sicherheitsgarantie und makrofinanzielle Stabilität gibt, wofür tatsächlich institutionelle Mittel, Mittel der Länder, erforderlich sind. Und wenn es Reformen gibt und wenn es Konzessionskapital gibt, das die Risiken der Arbeit in der Ukraine verringert“, fügte der Wirtschaftsminister hinzu.
Er präzisierte, dass die nächsten Treffen bereits am 5. Januar in Paris stattfinden werden, um gemeinsam mit den USA, den europäischen Ländern sowie Kanada und Norwegen einen gemeinsamen Plan auszuarbeiten.