Die Ukraine, die mit Gasreserven von 13,2 Mrd. Kubikmetern in die Heizperiode 2025/26 gestartet war, importierte für deren Bewältigung weitere über 4,6 Mrd. Kubikmeter, teilte der erste Vizepremierminister und Energieminister Denys Schmyhal mit.
„Die Ukraine hat die Heizperiode erfolgreich abgeschlossen, trotz zahlreicher Versuche Russlands, unser Energiesystem zu zerstören. Dies gelang insbesondere dank der Anhäufung ausreichender Ressourcen“, schrieb er am Samstag in Telegram nach den Ergebnissen der Abschlusssitzung des Winter-Stabs zur Beseitigung der Folgen der Notlage im Energiesektor.
Der Energieminister erinnerte daran, dass die Kapazität des Transbalkan-Korridors auf 4,2 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr erhöht wurde
Schmyhal teilte außerdem mit, dass die ukrainische Gasförderung im Jahr 2025 16,97 Mrd. Kubikmeter betrug, was 2,4 Mrd. Kubikmeter mehr ist als prognostiziert; dabei verzeichnete der Privatsektor ein Wachstum von über 14 %.
Er fügte hinzu, dass alle neun Blöcke der Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 7835 MW in Betrieb waren und dank der auf ein Rekordniveau von 2450 MW erhöhten maximalen Stromimportkapazität im Zeitraum Dezember bis Februar rund 3,6 Mrd. kWh importiert wurden.
Während des Winters verfügte das Land über ausreichende Kohlevorräte: Es wurden 2,4 Millionen Tonnen Kohle gelagert, das sind 0,8 Millionen Tonnen mehr als geplant, merkte der erste Vizepremierminister zudem an.
Er gab jedoch nicht an, mit welchen Gas- und Kohlevorräten die Ukraine die Heizperiode beendet hat.
Nach Angaben der ehemaligen Energieministerin Olga Buslavets hat sich die Gasentnahme aus den Untergrundspeichern seit Mitte März dieses Jahres durch eine geringe Einleitung von etwa 2 Mio. Kubikmetern pro Tag verändert. Der Stand der Erdgasvorräte in den Untergrundspeichern der Ukraine belief sich Ende März auf 9,6 Mrd. Kubikmeter, was 4,0 Mrd. Kubikmeter mehr ist als im Vorjahr, schrieb Buslavets auf Facebook.
Die Fachzeitschrift ExPro schätzte die Gasförderung im Jahr 2024 auf 19,12 Mrd. Kubikmeter.