Die Ukraine ist bereit, große staatliche Unternehmen zu privatisieren, insbesondere 25 % der Anteile an NAEK „Energoatom“ zu verkaufen. Dies erfordert jedoch die Einbeziehung von Finanzinstituten und die Bereitschaft der europäischen Partner, erklärte der Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Alexei Sobolev.
„Wir müssen bereit sein für die Privatisierung, aber dies erfordert auch einen seriösen Ansatz und eine gewisse Unterstützung durch Finanzinstitute zur Finanzierung dieser Transaktionen. Im Fall von „Energoatom“ sind wir beispielsweise bereit, ein Viertel des Unternehmens zu verkaufen“, sagte er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Gleichzeitig wies Sobolev darauf hin, dass große europäische Unternehmen, die im Bereich der Kernenergie tätig sind, derzeit mit eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, was den Erwerb von Anteilen an ukrainischen Vermögenswerten während oder nach dem Krieg erschwert. Seinen Worten zufolge ist für die Umsetzung solcher Projekte eine gemeinsame Vereinbarung erforderlich, der die Europäische Union zustimmen muss.
Der Minister betonte auch die Notwendigkeit einer umfangreichen internen Finanzierung. Zu diesem Zweck plane die Regierung, sich auf die Bekämpfung der Korruption, die Stärkung des legalen Wirtschaftssektors und die Erhebung höherer Steuern zu konzentrieren.
„Wir vergrößern die legale Wirtschaft und erheben mehr Steuern. Aber wenn man sich die aktuelle Situation ansieht, verteilt die Ukraine etwa 50 % ihres BIP. Deshalb verdienen wir Geld und machen unsere Arbeit“, fügte Sobolev hinzu.