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Die ukrainische Regierung hat das Verfahren zur Überprüfung der Wehrpflichtunterlagen bei der Inanspruchnahme konsularischer Dienstleistungen im Ausland geändert

12 August , 2026  

Die ukrainische Regierung hat das Verfahren zur Überprüfung der Wehrpflichtunterlagen bei der Inanspruchnahme konsularischer Dienstleistungen im Ausland geändert: Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren müssen nicht mehr speziell frühestens 72 Stunden vor dem Besuch einer Botschaft oder eines Konsulats ein elektronisches Wehrpflichtdokument erstellen.

Nun reicht es aus, zur Inanspruchnahme einer konsularischen Dienstleistung das elektronische Wehrdienstdokument vorzulegen, das zum Zeitpunkt des Besuchs der diplomatischen Vertretung gültig ist, teilte die Abteilung für konsularische Dienste des ukrainischen Außenministeriums mit. Die neuen Regeln werden bereits von den ukrainischen diplomatischen Vertretungen im Ausland angewendet.

Der elektronische Wehrpflichtausweis (e-VO) wird über die mobile App „Reserv+“ erstellt und vom Konsul zur Überprüfung der Wehrpflichtdaten des Bürgers verwendet.

Bisher mussten Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren bei der Beantragung praktisch jeder konsularischen Dienstleistung ein e-VOD vorlegen, das nicht früher als 72 Stunden vor dem Besuch der diplomatischen Vertretung erstellt worden war. Nun wurde die 72-Stunden-Frist aufgehoben. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass das Dokument gültig bleibt und die darin enthaltenen personenbezogenen Daten aktuell sind.

In welchen Fällen kann das Konsulat den Antrag ablehnen?

Die Durchführung einer konsularischen Handlung kann verweigert werden, wenn das e-VOD ungültig ist oder die Überprüfung ergibt, dass die Daten aktualisiert werden müssen, wenn der Antragsteller überhaupt kein gültiges Dokument vorgelegt hat oder wenn darin keine Bestätigung der Aktualität der personenbezogenen Daten enthalten ist.

Dabei gilt die Verpflichtung zur Vorlage eines Wehrpasses nicht für alle konsularischen Handlungen.

Ein e-VOD ist bei der Beantragung eines Ausweises für die Rückkehr in die Ukraine nicht erforderlich. Eine Ausnahme gilt auch bei konsularischen Handlungen in Bezug auf Kinder ukrainischer Staatsbürger, wenn der andere Elternteil Ausländer oder staatenlos ist, sowie bei Anträgen von Ukrainern, die sich im Ausland in Haft, in Gewahrsam oder in Freiheitsentzug befinden.

Was sollen Ukrainer tun, die sich nicht bei „Reserv+“ anmelden können?

Das Außenministerium hat zudem eine weitere Erleichterung für Bürger angekündigt, die sich im Ausland aufhalten und sich nicht bei „Reserv+“ anmelden können.

In Kürze soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, ihre Wehrdienstdaten über ukrainische Botschaften und Konsulate zu aktualisieren. Bis Ende 2026 beabsichtigt das Außenministerium gemeinsam mit dem Verteidigungsministerium, einen Mechanismus zur Aktualisierung der Daten über die konsularische Registrierung einzuführen.

Dazu muss sich der Bürger bei der konsularischen Registrierung anmelden, falls er noch nicht registriert ist, oder seine Daten bei der diplomatischen Vertretung aktualisieren, falls er bereits konsularisch registriert ist.

Für Ukrainer, die ihre Daten über „Reserv+“ nicht aktualisieren können, weil ihnen die Registrierungsnummer ihrer Steuerkarte fehlt, ist ein gesonderter Mechanismus vorgesehen. Diese Bürger können sich persönlich an die nächstgelegene ukrainische Botschaft oder das nächstgelegene Konsulat wenden, um mithilfe des Systems „e-Konsul“ eine Steuernummer zu beantragen.

Somit heben die Änderungen zwar nicht die Verpflichtung für Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren auf, für die meisten konsularischen Dienstleistungen über einen gültigen Wehrdienstausweis zu verfügen, vereinfachen das Verfahren jedoch erheblich: Es ist nicht mehr erforderlich, den e-VOOD eigens innerhalb von 72 Stunden vor jedem Besuch beim Konsulat neu zu erstellen.

Das Außenministerium empfiehlt, vor dem Besuch in „Reserv+“ zu überprüfen, ob das e-VOOD gültig ist und ob die persönlichen Daten aktuell sind.

Offizielle Erläuterung des ukrainischen Außenministeriums: Verfahren zur Überprüfung von Wehrpflichtunterlagen in den Konsulaten und Botschaften der Ukraine im Ausland. Eine ähnliche Erläuterung wurde von den ukrainischen Botschaften und Konsulaten in anderen Ländern veröffentlicht.

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