Die weltweiten Reispreise steigen angesichts wachsender Befürchtungen hinsichtlich der diesjährigen Ernte weiter an, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Thailändischer weißer Reis, der als Referenzwert gilt, stieg am Mittwoch laut Angaben des thailändischen Reisexporteurverbands auf 446 US-Dollar pro Tonne. Dies ist der höchste Stand seit mehr als einem Jahr – seit Februar 2025.
Die Preise steigen bereits die dritte Woche in Folge. Grund dafür ist eine Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums, wonach für das Wirtschaftsjahr 2026–2027 erstmals seit elf Jahren ein Rückgang der weltweiten Reisproduktion erwartet wird.
Der Preisanstieg bei Düngemitteln und Treibstoff hat Befürchtungen ausgelöst, dass einige Landwirte in Südostasien in diesem Jahr auf den Anbau verzichten könnten. Indien, der weltweit größte Exporteur dieser Kulturpflanze, sieht sich zudem mit der Aussicht auf unterdurchschnittliche Monsunregenfälle konfrontiert, was sich negativ auf die Ernteerträge auswirken könnte.
Reis ist in vielen Ländern Asiens ein Grundnahrungsmittel, weshalb ein Anstieg der Preise zu einer Beschleunigung der Inflation führen könnte. Die Reispreise lagen in den letzten Jahren deutlich unter den langjährigen Höchstständen, die 2024 erreicht wurden, wie die Agentur feststellt.