Die Wirtschaft der Eurozone wird 2026 um 0,8 % und im nächsten Jahr um 1,2 % wachsen, heißt es in einer Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Anschluss an die Juni-Sitzung.
Vor drei Monaten prognostizierte die EZB noch einen Anstieg um 0,9 % bzw. 1,3 %.
Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2028 wird nun auf 1,5 % geschätzt, gegenüber zuvor 1,4 %.
Die Verbraucherpreise werden in diesem Jahr um 3 % steigen, während zuvor 2,6 % angenommen wurden, heißt es in dem Bericht. Die Prognose für 2027 wurde von 2 % auf 2,3 % angehoben.
Die EZB erwartet zudem, dass die Inflation im Jahr 2028 bei 2 % statt bei 2,1 % liegen wird.
Die Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel (Kerninflation) werden 2026 um 2,5 % steigen (zuvor wurden 2,3 % erwartet), im kommenden Jahr ebenfalls um 2,5 % (2,2 %) und 2028 um 2,2 % (2,1 %).
Die Revision der Inflationsprognosen ist auf einen stärkeren Anstieg der Energiepreise zurückzuführen. Dabei spiegelt die Verschlechterung der Wachstumsprognosen „die stärkeren Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Rohstoffmärkte, die Realeinkommen und das Vertrauen wider“, heißt es in der Erklärung der EZB.