Die Zahl der registrierten Eheschließungen in der Ukraine stieg im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,9 % auf 79,52 Tausend, was vor allem auf Kiew sowie die Oblasten Dnipropetrowsk und Lemberg zurückzuführen ist, wie das Justizministerium auf seiner Website mitteilte.
Seinen Angaben zufolge sank gleichzeitig die Zahl der Scheidungen um 4,1 % – auf 12.180, davon durch gerichtliche Entscheidung – um 9,3 % auf 460.
In der Oblast Dnipropetrowsk stieg die Zahl der registrierten Eheschließungen im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres um fast das 2,7-Fache auf 15.550, in der Oblast Lemberg um 88,2 % auf 8.910 und in Kiew um 38,3 % auf 19.930.
Insgesamt entfielen nach Angaben des Justizministeriums 55,8 % aller Eheschließungen auf Kiew und diese beiden Regionen, während es im ersten Halbjahr des Vorjahres nur 36,4 % waren.
Der stärkste Rückgang der Zahl der registrierten Eheschließungen wurde in der Region Donezk verzeichnet – um das 2,4-Fache auf 0,23 Tausend.
In der Oblast Cherson betrug der Rückgang 26,7 % – auf 0,16 Tausend, was den niedrigsten Wert unter allen Regionen darstellt.
In den übrigen Oblasten sank die Zahl der registrierten Eheschließungen um 24,6 % (Oblast Tschernihiw) bis 12 % (Oblast Ternopil).
Was die Scheidungen betrifft, so wurde in den Oblasten Ternopil, Transkarpatien und Tschernihiw ein Anstieg von 16,6 % bis 11 % verzeichnet, während der stärkste Rückgang dieses Wertes – abgesehen von den an der Front gelegenen Oblasten Cherson und Donezk – in den Oblasten Schytomyr und Poltawa zu verzeichnen war, und zwar um 19,6 % bzw. 18,9 %.
In den Oblasten Donezk und Cherson sank die Zahl der registrierten Scheidungen um 43,4 % bzw. 60 % – auf 56 bzw. 20, während sie in Kiew um 1,2 % auf 1,80 Tausend stieg.