Europäische Landwirtschaftsverbände haben sich an die Europäische Kommission gewandt und gefordert, die in der Ukraine eingeführten Ausfuhrzölle in Höhe von 10 % auf Soja und Raps aufzuheben, wie die Fachmedien berichten.
Ein entsprechender Antrag wurde von der spanischen Agrarvereinigung ASAJA und dem europäischen Verband der Bauernverbände Copa-Cogeca gestellt. Ihrer Meinung nach könnte die Einführung von Exportzöllen auf ukrainische Ölsaaten zu einer Umverteilung der Rohstoffströme führen und sich negativ auf den EU-Markt auswirken.
Die Bauernverbände sind der Ansicht, dass die geltenden Beschränkungen die Verarbeitung von Rohstoffen innerhalb der Ukraine fördern und die Liefermengen von Ölsaaten auf den europäischen Markt verringern könnten. In diesem Zusammenhang fordern sie die Europäische Kommission auf, Konsultationen mit der ukrainischen Seite zu führen und die Aufhebung der entsprechenden Maßnahmen zu erreichen.
Wie berichtet, gilt in der Ukraine seit September 2025 ein Exportzoll von 10 % auf Soja und Raps, der über mehrere Jahre hinweg schrittweise gesenkt werden soll.
Vertreter des europäischen Agrarsektors sind jedoch der Ansicht, dass solche Maßnahmen das Gleichgewicht auf dem Markt für Ölsaaten in der EU verändern und sich auf die verarbeitende Industrie in der Region auswirken könnten.