Die Finanzüberwachung wandelt sich von einer formalen regulatorischen Verpflichtung zu einer vollwertigen Geschäftsfunktion, und manuelle AML-Prozesse bergen für Unternehmen operative und Reputationsrisiken, während die Automatisierung es ermöglicht, das Risikomanagement in die digitale Geschäftsarchitektur zu integrieren, meint Oksana Gubina, CEO von AML.point.
Ihrer Einschätzung nach erhöhen das Wachstum des Transaktionsvolumens, die Komplexität der Finanzprodukte und die strengeren Anforderungen der Aufsichtsbehörden die Risiken der Verwendung fragmentierter Systeme und des sogenannten „Excel-AML“, wodurch die Abhängigkeit vom menschlichen Faktor und die Fehlerwahrscheinlichkeit steigen.
Gubina merkt an, dass Automatisierung im AML nicht die Beschleunigung einzelner Überprüfungen bedeuten sollte, sondern die Integration der Finanzüberwachung in die Kernsysteme und die Erstellung eines einheitlichen Kundenprofils, was einen Übergang zu einem proaktiven, datengestützten Risikomanagement ermöglicht.
Sie wies auch auf die Verlagerung von einem produktorientierten zu einem kundenorientierten Ansatz im AML hin, da das Risiko mit dem Profil und dem Verhalten des Kunden zusammenhängt, der mehrere Produkte gleichzeitig nutzen kann.
Nach Angaben der Autorin sollen Fragen der kundenorientierten Finanzüberwachung am 18. Februar 2026 auf der Konferenz „Banking Forum: DIGITAL TRENDS 2026 von IFC Bankir, wo sie als Rednerin auftreten wird.
https://interfax.com.ua/news/blog/1142350.html