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Fitch rechnet mit einer Fortsetzung des Konsolidierungstrends in der Lebensversicherung in verschiedenen Regionen der Welt

12 Mai , 2026  

Die Ratingagentur Fitch Ratings geht davon aus, dass sich die Konsolidierung im globalen Lebensversicherungssektor fortsetzen wird, auch wenn das Tempo und die Struktur der Transaktionen je nach Region unterschiedlich ausfallen werden, wie die Website Reinsurance News berichtet

Fitch Ratings erklärt, dass der Strom an Transaktionen durch die anhaltenden Bemühungen der Versicherer gestützt wird, ihre Bilanzen zu stärken, die operative Effizienz zu steigern und Kapital für Akquisitionen einzusetzen, die den langfristigen Wert steigern können.

„Obwohl geopolitische Spannungen, Schwankungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Finanzierungsbeschränkungen und eine verstärkte aufsichtsrechtliche Überwachung in einzelnen Märkten die Preisgestaltung und den Zeitplan der Transaktionen beeinflussen können, geht Fitch Ratings nicht davon aus, dass diese Faktoren den allgemeinen Konsolidierungstrend wesentlich beeinträchtigen werden“, heißt es in der Meldung.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass sich die Konsolidierungsstrukturen laut Fitch in den verschiedenen Rechtsräumen erheblich unterscheiden. In Deutschland konzentrieren sich die Aktivitäten vorwiegend auf den Erwerb geschlossener oder veralteter Portfolios, wobei eine kleine Anzahl spezialisierter Abwicklungsplattformen aktiv ist und Portfolios im Wert von rund 25 Milliarden Euro voraussichtlich im Jahr 2026 zur Übertragung verfügbar sein werden.

Im Vereinigten Königreich verlagert sich der Markt zunehmend in Richtung der Übertragung von Pensionsrisiken (PRT), bei der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die damit verbundenen Vermögenswerte an Versicherer übertragen werden. Fitch erwartet, dass das PRT-Volumen im Vereinigten Königreich bis 2026 auf 45–50 Mrd. Pfund steigen wird, verglichen mit 38 Mrd. Pfund im Jahr 2025. Dies wird durch die anhaltende Nachfrage von Pensionskassen gestützt, die ihre Risiken verringern wollen, und dem Interesse der Versicherer an einer Ausweitung dieser Geschäfte.

In den Niederlanden zeigt sich ein ähnliches Bild, wo für 2026 die Übertragung von etwa 10 Milliarden Euro an Pensionsverbindlichkeiten erwartet wird. In Märkten wie Frankreich und einigen anderen europäischen Ländern hingegen ist die PRT-Aktivität aufgrund struktureller Unterschiede in den Rentensystemen begrenzt.

In den USA ist die Konsolidierung durch eine Kombination aus Rückversicherung mit intensiver Nutzung von Vermögenswerten und aktiven Fusionen und Übernahmen gekennzeichnet, einschließlich Blockübertragungen und vollständiger Unternehmensverkäufe, während die Konsolidierung im asiatisch-pazifischen Raum in der Regel selektiver ist und es in Japan kein nationales PRT-System gibt.

Fitch weist darauf hin, dass seine Bewertung der an der Konsolidierung beteiligten Versicherer berücksichtigt, wie diese ihr Wachstum steuern und dabei die Auswirkungen von Anlage-, Kontrahenten-, regulatorischen, Management- und operativen Risiken kontrollieren.

 

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