Business news from Ukraine

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In der Ukraine soll bis 2027 ein Kartoffelverarbeitungswerk in Betrieb genommen werden

21 Juli , 2026  

Die erste Ausbaustufe der größten Kartoffelverarbeitungsanlage der Ukraine im Industriepark „Biosens“ (Region Tscherkassy) mit einer Kapazität von 25.000 Tonnen pro Jahr soll Ende 2026 oder Anfang 2027 in Betrieb genommen werden, teilte der stellvertretende Vorsitzende des Parlamentsausschusses für wirtschaftliche Entwicklung, Dmytro Kysilevskyi, mit.
„Im Industriepark ‚Biosens‘ hat die Montage der Stahlkonstruktionen für Wände und Dach der ersten Bauphase der größten Kartoffelverarbeitungsanlage der Ukraine begonnen. Das Investitionsvolumen für die erste Bauphase der Anlage, in der Kartoffelmehl hergestellt werden soll, beträgt 960 Mio. UAH“, schrieb er am Dienstag auf Facebook.
Kysilevsky fügte hinzu, dass beim Bau des 6.500 Quadratmeter großen Produktionsgebäudes die Technologie der schweißfreien Verbindung hochfester Stahlelemente zum Einsatz kommt und die Produktionsanlagen bereits geliefert wurden.
„Die Ukraine importiert derzeit 100 % ihres Bedarfs an Kartoffelmehl, das aus dem Ausland für den Einsatz in der Bäckerei-, Konditorei- und fleischverarbeitenden Industrie sowie bei der Herstellung von Soßen und Fertiggerichten eingeführt wird. Doch bereits ab dem nächsten Jahr wird unser Land nicht nur seinen eigenen Bedarf decken, sondern auch zum Exporteur von Kartoffelmehl werden“, erklärte der Abgeordnete.
Er betonte, dass mit staatlicher Finanzierung im Investitionsprojekt „Biosens“ derzeit Arbeiten zur Erweiterung der Zufahrtsstraße und zum Anschluss an das Gasnetz laufen. Im Dezember 2025 stellte die Regierung für diese Projekte 24,7 Mio. UAH auf der Grundlage einer 50:50-Kofinanzierung bereit.
Kysilevsky erinnerte daran, dass eine zwingende Voraussetzung für die Gewährung staatlicher Mittel der Bau von mindestens 5.000 m² Industriefläche auf dem Gelände des Industrieparks sowie die Einbindung von mindestens zwei Teilnehmern sei.
„Derzeit bereitet ‚Biosens‘ einen weiteren Antrag auf zusätzliche staatliche Mittel für den weiteren Ausbau der Ingenieur- und Verkehrsinfrastruktur des Industrieparks vor“, fügte er hinzu.
Nach Angaben von Kysilevsky ist für das Jahr 2027 der Bau der zweiten Ausbaustufe des Werks geplant – eine Produktion von Pommes frites mit einer Kapazität von 60.000 bis 150.000 Tonnen pro Jahr und Investitionen in Höhe von 2,5 Mrd. UAH.
„McDonald’s und KFC importieren derzeit Pommes frites für ihre ukrainischen Filialketten, da es in unserem Land noch keine speziellen Anbau- und Verarbeitungstechnologien gibt. Doch schon bald werden solche Technologien verfügbar sein“, betont er.
Die dritte Ausbaustufe des Werks, in der ebenfalls Pommes frites hergestellt werden sollen, wird Investitionen in Höhe von rund 3 Mrd. UAH erfordern. Darüber hinaus sieht der Entwicklungsplan des IP den Bau eines Kartoffellagers mit einer Kapazität von 20.000 Tonnen, einer Anlage zur Verarbeitung von Kartoffelschalen zu Eiweiß und Stärke sowie eines Gewächshauskomplexes in Verbindung mit einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage vor.
Für die Ansiedlung der künftigen Betriebe hat der Industriepark bereits die Erweiterung der bestehenden Flächen von 29,6 ha auf 40 ha initiiert. Ein weiteres, angrenzendes Grundstück mit einer Fläche von 60 ha wird als Reserve in Betracht gezogen.
Wie bereits berichtet, wurde der Industriepark „Biosens“ im August 2025 für eine Laufzeit von 30 Jahren registriert. Initiator der Gründung des Industrieparks war die lokale GmbH „Fitolan“, die zur Unternehmensgruppe „Mais“ gehört, welche im Industriepark „Biosens“ ein Werk errichtet.
Das Agrarunternehmen „Mais“ ist einer der größten Produzenten von Hybridmais-, Hybridsonnenblumen- und Sojasaatgut in der Ukraine und stellt das wichtigste Kerngeschäft der Unternehmensgruppe „Mais“ dar.
Nach Angaben der Plattform YouControl sind der Abgeordnete der IV. und VI. Legislaturperiode des ukrainischen Parlaments Serhij Tereshchuk und seine Ehefrau Marina Cherednichenko Miteigentümer der „APK Mais“ GmbH, während die „Field-Group“ innerhalb der Unternehmensgruppe für die Konservierung und Verarbeitung von Kartoffeln zuständig ist.

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